Landrat verabschiedet Josef Eichinger als Kreisbrandmeister und begrüßt Nachfolger Josef Saiko

„Du kannst wirklich stolz auf das sein, was Du in den vergangenen Jahrzehnten im Feuerwehrdienst geleistet hast“, erklärte Landrat Sebastian Gruber bei der Verabschiedung von Kreisbrandmeister Josef Eichinger jüngst im Landratsamt. Sagenhafte 50 Jahre steht Josef Eichinger im Feuerwehrdienst. 35 Jahre davon hat er als Kreisbrandmeister an verantwortungsvoller Position die Geschicke der Feuerwehren im Landkreis mitbestimmt. Oder wie Landrat Gruber es formulierte: „Landräte und Kreisbrandräte kamen und gingen, Josef Eichinger ist geblieben“. Ganz herzlich begrüßte Landrat Sebastian Gruber auch Josef Saiko, Eichingers
Nachfolger.

Mit herzlichen Worten verabschiedete Kreisbrandrat Norbert Süß seinen langjährigen Kollegen Eichinger. „Wir haben immer sehr gut zusammengearbeitet und ich muss heute nicht nur einen profunden Experten aus diesem Amt verabschieden, sondern auch einen Freund.“ Beim Thema Gefahrgut habe Eichinger nicht leicht jemand was vormachen können, so Süß. Der Landkreis sei, was dieses wichtige Thema anging, in den vergangenen Jahrzehnten immer in sehr guten Händen gewesen. Aber auch beim Nachfolger Josef Saiko sei das Thema Gefahrgut sehr gut aufgehoben. Saiko sei sowohl sein Wunschkandidat gewesen, wie auch der von Eichinger selbst. Der scheidende Kreisbrandmeister erklärte dann auch, er sei froh, dass es bei diesem wichtigen Thema mit seinem Nachfolger „nahtlos weitergehe“. Er war generell voll des Lobes über die Feuerwehrführung. „Wir haben eine tolle Mannschaft und einen Zusammenhalt im Landkreis, der seinesgleichen sucht“, so Eichinger. „Es war eine super Zeit.“ Auch die Zusammenarbeit mit den Landräten habe immer gut geklappt, erklärte er und fügte in Richtung Landrat Gruber gewandt hinzu, „besonders gut in den vergangenen Jahren“.

Landrat Gruber zählte die wesentlichen Stationen im Feuerwehrleben von Josef Eichinger auf. Bereits 1970 war er in die Feuerwehr Reichenberg eingetreten, von März 1984 bis März 2007 war er dort Kommandant, ab dem 01.09.1985, und somit insgesamt 35 Jahre, amtierte er als Kreisbrandmeister des Landkreises. Er ist damit nicht nur der Dienstälteste Kreisbrandmeister, sondern auch der mit der längsten Amtszeit überhaupt. Eichinger diente unter allen fünf bisherigen Landräten des Landkreises (Schumertl, Urban, Muthmann, Lankl, Gruber) sowie unter vier Kreisbrandräten (Dobler, Penzenstadler, Fehler, Süß) als Kreisbrandmeister. Bis 1995 war sein Aufgabenbereich die Funkausbildung in einem Teil des Landkreises (West), von 1995 bis 2020 war er zuständig für das Thema Gefahrgut und für die Gemeinde St. Oswald-Riedlhütte. Von da an begleitete er Aufbau und Ausbildung der Gefahrguteinheiten sowie Aufstellung und Fort- und Weiterentwicklung der Gefahrgutkonzepte für den Landkreis. Wesentlich beteiligt war er an der Neukonzeptionierung des Gefahrgutzuges und der Neubeschaffung des Gerätewagen-Gefahrgut (Indienststellung 2016). Eine sicher nicht ganz einfache Aufgabe in seiner Feuerwehrkarriere sei die „Wiedervereinigung“ der Feuerwehren Riedlhütte und Reichenberg zu einer Mannschaft und der Neubau des gemeinsamen Gerätehauses gewesen, so Gruber.

Kurz ging der Landrat auch noch auf die bisherigen Stationen des neuen Kreisbrandmeisters Josef Saiko ein. Saiko entstamme einer „Feuerwehr-Familie“ des Landkreises, schon von daher sei er prädestiniert für die künftige Aufgabe. Saiko wurde 1989 Mitglied der Waldkirchener Feuerwehr, seit 1995 hat er dort einen Führungsdienstgrad inne, seit 2014 besitzt er die Qualifikation als Zugführer. Viele Jahre ist er bereits im Bereich Gefahrgut bei der Feuerwehr Waldkirchen und auch im Gefahrgutzug des Landkreises tätig. 2016 hat er zusätzlich eine separate Führungsausbildung im Bereich Gefahrgut/ABC-Einsatz absolviert. Saiko, so erklärte Süß, sei schon seit Längerem so etwas wie die „rechte Hand“ von Eichinger gewesen. Umso mehr freue es ihn, dass sich der Waldkirchener bereit erklärt habe, dessen Nachfolge anzutreten.

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