Antrittsbesuch von MdL Taubeneder bei Bad Füssings Bürgermeister Kurz ganz im Zeichen von Corona

Bad Füssing. „Es war ein wichtiges erstes gutes Signal, dass zu Beginn der Pfingstferien die Hotelbranche wieder öffnen kann und ab der zweiten Ferienwoche auch die Thermalbäder – zumindest die Außenbecken“, steigt MdL Walter Taubeneder in das Gespräch mit Bad Füssings neuem Bürgermeister Tobias Kurz ein.

Ein Antrittsbesuch, der ganz im Zeichen von Corona steht! Denn der Kurort steht gewaltig unter der Belastung der Auswirkungen der Corona-Pandemie.
Dem Abgeordneten ist durchaus bewusst, dass die ersten Lockerungen dem Kurort wenig Perspektive verschaffen – „auch wenn wir wieder die richtige Richtung einschlagen, wichtig wäre ein definitives Datum, an dem unsere Branche endlich richtig durchstarten kann. Uns bringen die Lockerungen nur etwas, wenn auch tatsächlich die Thermalbäder wieder vollständig öffnen dürfen – denn ohne Wasser, keine Gäste“, so der neue Bürgermeister, der in diesem Zusammenhang auch nochmals betonen möchte, dass die Thermalheilbäder im Bäderdreieck nicht mit Spaß- und Freizeitbädern zu vergleichen seien, sondern den tausenden Kurgästen zuTherapiezwecken zur Verfügung stehen. „Dies sollte auch im Sinne des bayerischen Gesundheitswesens differenziert bewertet werden“, klagt der Bürgermeister über die derzeitig pauschal gestalteten Lockerungsmaßnahmen. Auch die österreichische Seite mache Druck, schließlich sind hier Hotels und Thermen komplett geöffnet – „daher wäre es wichtig, dass auch der Freistaat jetzt nachzieht – im Sinne unserer Region“, so Taubeneder. Für ihn wäre hier der 15. Juni, der Tag der Grenzöffnung, ein gutes Datum, um weitere Lockerungsmaßnahmen zu verwirklichen. „Diesbezüglich werde ich mich gemeinsam mit meinen Abgeordnetenkollegen intensiv weiter einsetzen.“

Die Wirtschaft in Bad Füssing lebe zu 100 Prozent vom Gesundheits-Tourismus – „das ist das prekäre an unserer Lage. Die Ausfälle für sämtliche Betreiber sind enorm, vor allem auch für diejenigen, die zuletzt noch kräftig in ihre Häuser investiert hatten“, so Kurz. Unabhängig davon sei die Lage auch für die Kommune selbst nicht einfach, da die Beiträge ausbleiben. „Wir haben jetzt auch zahlreiche Baustopps einlegen müssen und brauchen für die diversen Maßnahmen nun erstmal neue Fahrpläne.“ Das Jahr hatte eigentlich gut angefangen – „Wir hatten eigentlich große Investitionen geplant“ – nun müsse man einen anderen Kurs fahren.

„Natürlich macht man sich in diesen Zeiten große Sorgen, vor allem auch, weil viele Bürgerinnen und Bürger von der Krise direkt in ihrer Existenz betroffen sind“, wirft MdL Taubeneder weiter ein. Dennoch sei es bemerkenswert und schön zu sehen, wie die Menschen in der Region an den Standort glauben und teilweise weiter investieren. „Der Fokus wird anders als sonst auch auf die künftigen Wintermonate gelegt. Wir müssen uns einfach gemeinsam neue Konzepte überlegen – das gehen wir nun an. Andere Zeiten, andere Maßnahmen“, ist Bürgermeister Tobias Kurz weiterhin hoch motiviert.

Trotz oder vielmehr gerade wegen des schwierigen Starts in seine Periode wünscht der CSU-Abgeordneten dem jungen Bürgermeister dennoch alles Gute, vor allem eine gute Hand für sämtliche Entscheidungen für die Kurgemeinde.

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