Internationales Bildhauer-Symposium RespirArt Bavarese beim Haus am Strom

(von Tobias Schmidt)

Untergriesbach. Veranstaltet vom Passauer Rauchzeichen e.V. wird von 30. Juni bis 7. Juli in Jochenstein ein neues Bildhauersyposium stattfinden. Es trägt den Namen „RespirArt Bavarese“, nach dem einige Kilometer südlich von Bozen, hoch in den Dolomiten gelegenen Vorbild, RespirArt Cavalese, wo seit 2011 jährliche Treffen internationaler Bildhauer stattfinden.

Rund um das Haus am Strom in Jochenstein werden vier Künstler aus vier Nationen eine Woche arbeiten, ohne Vorgaben, ohne festgelegte Materialien, und doch die natürliche Umgebung aufzunehmen. Die Präsentation der Kunstwerk wird am 7. Juli stattfinden; anschließend bleiben diese am Ort. „Respirare“ – lateinisch für „aufatmen“ – steckt nicht ohne Grund im Namen des Symposiums. Hier soll dem reflektierenden Innehalten, dem „körperlichen und mentalen Durchschnaufen“ Raum gegeben werden.

Die Beobachtung der Arbeit am Werk stehe im Mittelpunkt der Veranstaltung. Möglichkeiten zum Dialog sind gegeben. Besuche von kunstorientierten Schulklassen und Hochschulseminaren seien willkommen, literarische und musikalische Ergänzung schon während des Symposiums geplant. Und für die Zukunft wird hier ein Verweilort zur Auseinandersetzung mit Kunst und Landschaft geschaffen – für Radtouristen, für Besuchers des Hauses am Strom, für LandArt-Interessierte gleichermaßen. Folgende vier Künstler wählte die Jury aus: Holzbildhauer und Restaurator Stefan Link aus Kallmünz, den Warschauer Holzbildhauer Ryszard Litwiniuk, Štěpán Málek, Bildhauer, Kurator und Musiker aus Hradec Králové in der Tschechischen Republik, Marco Nones im italienischen Trentino beheimateter LandArt-Künstler, Designer und Bildhauer – er stellt in ganz Mitteleuropa aus, zum bereits erwähnten RespirArt Cavalese steuerte er zum Beispiel Eisplastiken bei.

Für die Premiere des niederbayerischen Adapten soll die Umgebung Inspiration sein: das Haus am Strom, das Kraftwerk Jochenstein, die Donau-Steilhänge, der völkerverbindende Strom, der anmutige Talgrund. „Kunstwerke, die mit ihrer Umgebung kommunizieren, die vor Ort bleiben werden und Grundlage bilden sollen für einen Park der Skulpturen und Installationen, belebt mit Menschen und Musik, Verbindung zwischen Natur und Technik, das ist’s, was wir wollen“, so fasst es Reinhard Mader, Bildhauer und künstlerischer Leiter von RespirArt Bavarese (und ehemaliger Teilnehmer am norditalienischen Vorbild RespirArt Cavalese) zusammen.

Der Markt Untergriesbach, der Landkreis Passau, die Euregio Bayerischer Wald – Böhmerwald – Unterer Inn, der Bayerische Kulturfonds, das Haus am Strom sowie private Förderer unterstützen das Künstlersymposium. Über dessen Fortgang man sich auch fortlaufend online auf der Blogsite www.respirartbavarese.wordpress.com informiern kann.