Positive Entwicklung im Landkreis fortsetzen

Schönberg. Bei der Kreisdelegiertenversammlung der Christlich-Sozialen Union (CSU) trafen sich im KuK rund 120 Delegierte aus dem gesamten Landkreis. Der Kreisvorsitzende, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, verwies auf die „immense Unterstützung des Freistaates Bayern für die Region in den vergangenen Jahren“. Er rief dazu auf, mit „engagierter Gelassenheit“ weiter sachlich zu argumentieren und für konkrete Konzepte für die Region zu werben.

Bürgermeister Martin Pichler begrüßte die Delegierten in seiner Marktgemeinde und verwies auf die dynamische Entwicklung seines Heimatortes. Sein besonderer Dank galt den Mandatsträgern, die in den vergangenen Jahren mit hohem Einsatz für die Region gearbeitet hätten. Bezugnehmend auf die am 14. Oktober stattfindende Landtag- und Bezirkstagswahl rief er seine Parteikollegen dazu auf, die letzten fünf Wochen zu nutzen um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. „Für den Freistaat Bayern brauchen wir keine Panikmache sondern engagiertes Arbeiten für die Menschen“.

Landkreis steht hervorragend da

In seinem Rechenschaftsbericht ging Olaf Heinrich auf die vielfältigen Unterstützungen durch die Bayerische Staatsregierung in den vergangenen Jahren ein. Er unterstrich, dass der Landkreis mit drei Technologiecampie einzigartig im Freistaat Bayern sei. Auch die Behördenverlagerung, die gerade für Niederbayern eine überdurchschnittliche Zahl an öffentlichen Stellen gebracht habe, helfe Freyung-Grafenau. So wird in Grafenau das Finanzamt gestärkt und in einem Neubau eine zweistellige Zahl von neuen Arbeitsplätzen entstehen. Das Landesamt für Digitalisierung, das in Freyung entstehen wird, erhöht die Mitarbeiterzahl von rund dreißig im aktuellen Vermessungsamt auf dann siebzig Stellen. „Diese Behördenverlagerungen sind ein Segen für die Region. Es entstehen krisensichere Arbeitsplätze, viele Menschen die gerne in ihre Heimat zurück wollen bekommen dazu die Möglichkeit“, so der CSU-Kreisvorsitzende. Er unterstrich weiter, dass auch die Entscheidung für ein Landesamt für Finanzen in Zwiesel, der Neubau des grünen Zentrums in Regen oder die Standortentscheidung für eine Autobahndirektion in Deggendorf für viele Bewohner des Landkreises die Möglichkeit mit sich bringen werde, heimatnah zu arbeiten. Die Entscheidung des Bayerischen Kabinetts, nahe der Bundeswehrkaserne in Freyung ein Fortbildungs- und Ausbildungszentrum für die Bayerische Polizei zu errichten, bezeichnete Heinrich als „Investition von historischer Tragweite“. Der Freistaat Bayern werde hier die größte Investition in ganz Bayern seit dem Jahre 1987 tätigen und „eine Vielzahl von Arbeitsplätzen“ schaffen. Auch die wirtschaftliche Belebung der Region sei mit diesem deutschlandweit einmaligen Trainingszentrum verbunden. Der Freyunger Bürgermeister unterstrich, dass er seit Monaten in engem Austausch mit dem Bayerischen Innenministerium stehe, wo intensiv an den Planungen gearbeitet werde. „Wer aus parteipolitischen Gründen immer wieder behauptet, es gehe nichts voran, verkennt, dass bei einer Investition von mehreren hundert Millionen Euro eine seriöse Vorbereitung unverzichtbar ist. Ende August war ich bei einem Gespräch mit dem Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann und dem Landespolizeipräsidenten Prof. Schmidbauer im Innenministerium. Dort konnte ich mich selber davon überzeugen, dass die Planungen intensiv vorangetrieben werden“, führte Heinrich aus.

(Foto: Büro Gibis)

Konzepte entwickeln für die Region

Mit dem Hinweis auf das „Nationalpark-Packerl“ betonte der CSU-Kreisvorsitzende, dass es an der Region liege ob besondere Unterstützungen für den Landkreis in München durchgesetzt werden können. „Die dreißig Millionen Euro, die unmittelbar unserem Landkreis zu Gute kommen und wichtige infrastrukturelle Verbesserungen mit sich bringen, wurden von unserem Landrat, Bürgermeister Karlheiz Roth und MdL Max Gibis durchgesetzt. Dies belegt erneut, dass wir in der Region Konzepte brauchen, die wir dann in München erfolgreich platzieren können“, so Heinrich. Er kündigte an, dass er sich persönlich weiter für die Wiederbelebung des Klosters in St. Oswald, für die Unterstützung der Glasbranche im Bayerischen Wald und die weitere Stärkung des Freilichtmuseums in Finsterau einsetzen werde. Nach seiner Überzeugung seien gute Konzepte „von der Staatsregierung noch nie abgelehnt worden“.

Bei zwei Podiumsdiskussionen, die von Landrat Sebastian Gruber geleitet wurden, stellten MdL Dr. Gerhard Waschler, MdL Max Gibis und Landtagskandidat Harald Haase ihre Ziele für die anstehende Landtagswahl vor. Die Bezirkstagkandidaten Bürgermeister Josef Gutsmiedl, Bezirksrat Josef Heisl und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich verwiesen in der zweiten Runde der Podiumsdiskussionen auf die Möglichkeiten des Bezirks, einen Beitrag zur Entwicklung der Region zu leisten.

In seinem emotionalen Schlusswort bat der ehemalige Staatsminister Helmut Brunner um „eine gemeinsame Kraftanstrengung“ bis Mitte Oktober. „Die erfolgreiche Entwicklung unserer Region, können wir gemeinsam fortsetzen. Dazu braucht es jede einzelne Stimme“, so MdL Helmut Brunner.