IHK Niederbayern begrüßt Freihandelsabkommen der EU mit Japan

Weltweit macht es den Unternehmen zunehmend zu schaffen, dass Staaten sich mit Zöllen und Sanktionen abschotten oder ein befürchtet harter Brexit wichtige EU-Positionen massiv betrifft. Das jetzt in Kraft getretene Freihandelsabkommen mit Japan setzt dazu einen Kontrapunkt und  ist so ein wichtiges Signal für freiheitliche Handelspolitik und verlässliche Rahmenbedingungen sowie einen  fruchtbaren Austausch mit globaler Bedeutung.

Peter Sonnleitner, Bereichsleiter International der IHK Niederbayern, beleuchtet die Bedeutung des Freihandelsabkommens zwischen EU und Japan: Immerhin deckt das Abkommen über 30 Prozent des Welthandels ab. Japan ist ein hochinnovativer Industriestandort und nach China zweitwichtigster Markt für bayerische Unternehmen in Asien. Sonnleitner präzisiert das aus regionaler Sicht zusätzlich: „Bayern und Japan begegnen sich als Wirtschaftsstandorte auf Augenhöhe. Das bilaterale Handelsvolumen ist nahezu ausgeglichen. Bis November 2018 betrugen die bayerischen  Ausfuhren im vergangenen Jahr rund 3,5 Milliarden Euro und die Einfuhren beliefen sich auf 3,2 Milliarden Euro. Das Abkommen wird in den nächsten Jahren nahezu alle Zölle und Handelsbeschränkungen abschaffen und den Dienstleistungsaustausch erleichtern.“ Nach einer Befragung der Deutsch-Japanischen Handelskammer erwarten rund 54 Prozent der in Japan ansässigen deutschen Unternehmen weitere positive Impulse für die Zusammenarbeit. Zusätzlich, betont Peter Sonnleitner, ist das Abkommen ein wichtiges wirtschaftspolitisches Signal gerade gegen neuen Protektionismus. „Es wird sich zeigen, ob Staaten und Bürger mehr davon profitieren, dass Handelsschranken für beide Seiten fair abgebaut oder mit dem Argument des eigenen Schutzes wieder errichtet werden.“