Das Klinikum Passau hat ein Mammut-Projekt erfolgreich über die Bühne gebracht: Nach 12 Monaten Bauzeit wurde am letzten Dienstag das erweiterte Parkhaus offiziell in Betrieb genommen. Mit 1130 Parkplätzen stehen Besuchern und Mitarbeitern nun 400 Stellplätze mehr zur Verfügung als zuvor. Auf dem Dach wurde ein hochmoderner Hubschrauberlandeplatz realisiert. 10,5 Millionen Euro hat die Maßnahme gekostet. Dass alles nach Plan lief, feierte die Werkleitung bei einem Empfang im Parkhaus mit zahlreichen Gästen aus Politik, Vertretern der Regierung von Niederbayern sowie Verantwortlichen der beteiligten Firmen.

Ein glückliches Gesicht machte nicht nur Klinikums-Werkleiter Stefan Nowack. Es sei “extrem sportlich“ gewesen, das Parkhaus bei laufendem Betrieb zu erweitern, sagte er. Diplom-Ingenieur Karl-Heinz Sperlein hat das Projekt für das Klinikum koordiniert, bis zu acht verschiedene Unternehmen und rund 70 Handwerker waren daran beteiligt. Fast bis auf den Tag genau wurde der Zeitrahmen eingehalten. Als größter Klinikums-Standort Niederbayern sei für das Klinikum Passau auch das Parken ein wichtiger Faktor, sagte Nowack und dankte ausdrücklich der Regierung von Niederbayern und der Stadt Passau für ihre Unterstützung: “Mit über 1100 Parkplätzen haben wir nun Maßstäbe gesetzt.“

Die “gewaltige Mannschaftsleistung aller Beteiligter“ lobte auch OB Jürgen Dupper. Für Mitarbeiter wie Besucher sei nun eine Zeit der Unannehmlichkeiten und Improvisation zu Ende gegangen. “Wenn im Bestand gebaut wird, ist das leider nicht zu vermeiden“, bedauerte Nowack. Der Werkleiter dankte in diesem Zusammenhang auch der Universität Passau für ihre Nachbarschaftshilfe. Die Uni hatte 50 Stellplätze in ihrem Parkhaus für die Klinikmitarbeiter zur Verfügung gestellt und seit April die Rettungshubschrauber auf dem Sportplatz des Campus landen lassen. Nun fliegen die Hubschrauber wieder das Dach der Klinikums-Parkgarage an. Der neue Landeplatz entspricht den neuesten EU-weit-geltenden Vorgaben. Sechs Löschkanonen sind dort im Notfall ohne Verzögerung einsatzbereit. Die Hubschrauber haben sogar eine eigene Fußbodenheizung: 12 Kilometer Heizungsrohre wurden unter der Landefläche verlegt. Die Anlage schaltet sich ab plus drei Grad automatisch ein. So kann der Hubschrauber zu jeder Zeit gefahrlos aufsetzen und abheben.

Nach der Segnung des Gebäudes durch die Klinikums-Seelsorger konnten alle Gäste das Parkhaus selbst erkunden und bei frostigen Temperaturen die Aussicht vom Landedeck aus genießen. Zum Aufwärmen gab es einen Imbiss auf der Ebene 5.

(Bild: v.l., OB Jürgen Dupper, Projektleiter Karl-Heinz Sperlein und Klinikums-Werkleiter Stefan Nowack auf dem Hubschrauberlandedeck – Foto: Zanner/Klinikum Passau)