Franz Buchecker führte beim ersten „Tag der offenen Fischzucht“ in Niederbayern durch seinen Betrieb in Eppenschlag

Eppenschlag. Um die Qualität der heimischen Fischerzeuger in den Fokus zu rücken, hatte Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich die Idee, einen „Tag der offenen Fischzucht“ ins Leben zu rufen. In Zusammenarbeit mit dem Fischerzeugerring Niederbayern wurde er nun am Sonntag zum ersten Mal durchgeführt, was Franz Buchecker aus Eppenschlag besonders freute. Er führte den Bezirkstagspräsidenten gemeinsam mit weiteren Bezirksräten sowie Landrat Sebastian Gruber durch seinen Betrieb, der insgesamt 18 Teiche und einen Angelteich rund um Eppenschlag umfasst.

Seit 1984 ist Buchecker selbstständig und hat seitdem einiges an Umweltschäden miterlebt – vom Biberschaden bis zum Hochwasser. „Unser größtes Problem sind die Umweltbedingungen“, so Buchecker. Vor allem die sehr warmen und niederschlagsarmen Sommer machen ihm zu schaffen, da der Wasserzulauf immer knapper werde. Der passionierte Fischzüchter hat sich auf den Satzfischverkauf spezialisiert, mit dem er überwiegend andere Fischzüchter beliefert. „Nicht nur reden, sondern auch einen aktiven Beitrag dazu leisten“ wolle der Bezirk Niederbayern mit dem Aktionstag, so Heinrich. Damit sich der Verbraucher, der letzten Endes darüber entscheidet welche Lebensmittel bei ihm auf den Tisch kommen, über die Produktion von regional hochwertigem Fisch aus erster Hand informieren kann. Er dankte deshalb allen zehn Betrieben im Fischerzeugerring Niederbayern, dass sie ihre Türen geöffnet hatten.

Zahlreiche Interessierte nutzten das Angebot und konnten sich nicht nur hinter den Kulissen über die Fischzucht informieren, sondern sich auch vom Geschmack überzeugen. Nach der Rundtour im Kleinbus durch seine Teichanlagen – am Steuer Bürgermeister Christian Süß – hatte Franz Buchecker an der idyllisch gelegenen Gschwendtnermühle einige Häppchen für seine Gäste vorbereitet. „Erstklassiger Geschmack und eine hervorragende Umweltbilanz: Die Speisefische aus dem Bayerischen Wald sind wirklich sehr zu empfehlen“, war Bezirkstagspräsident Heinrich nach der Verkostung überzeugt.