Sparkasse Freyung-Grafenau lud zum Unternehmerabend mit aktuellem Thema

Freyung. Auf großes Kundeninteresse stieß die Themenveranstaltung ‚KlimaumSchwung‘ der Freyunger Sparkasse. Der Vorstandsvorsitzende Stefan Proßer begrüßte die Gäste und betonte in seiner Eröffnungsrede, dass gerade in Zeiten, die auf einen Klimaumschwung, auf Veränderung hindeuten, das Gespräch miteinander und der Austausch untereinander oft entscheidend seien.

Experten referieren

Der mittlerweile dritte Unternehmerabend, der in diesem Jahr unter dem Motto ‚KlimaumSchwung‘ stand, sollte verschiedene Perspektiven zu diesem interessanten Themenfeld ermöglichen. Aus diesem Grund wurden Experten eingeladen, die sich in ihrem täglichen Tun mit dem ‚KlimaumSchwung‘ beschäftigen.

Erfahrungen aus ihrer beruflichen Praxis teilten Bernhard Hain, Tourismusreferent des Landkreises Freyung-Grafenau, Maximilian Halser, Vorstand der Seldbauer AG in Grafenau, Dr. Franz Leibl, Leiter der Nationalparkverwaltung, Dr. Sebastian Pauli, 1. Vorsitzender des Kreis-Verbandes für landwirtschaftliche Fachbildung in Bayern e.V. aus Hohenau und Helmut Weigerstorfer, Haustechnik aus Freyung mit.

„Für uns alle, die wir in der gemäßigten Klimazone Mitteleuropas leben, erzeugt das Substantiv „Klima“ unterschiedliche Begriffe und Bilder in unserem Kopf. Klimawandel, gobale Klimaerwärmung oder Treibhausgase sind Begriffe, die uns spontan einfallen. Bilder, die entstehen, wenn wir an ‚KlimaumSchwung‘ denken sind beispielsweise der tauende Permafrostboden in Sibieren, die immer weiter abschmelzenden Gletscherzungen oder auch der Schädlingsbefall in einem sehr hohen Maße. ‚KlimaumSchwung‘ aus Sicht der Sparkasse und sicherlich auch aus Ihrer Unternehmersicht hat aber noch eine weitere, sehr intensive Dimension, aus der sich eine entscheidende Fragestellung ergibt. Was passiert gerade mit unserem Wirtschaftsklima? In dem letzten Newsletter der IHK Niederbayern war der Titel „In der heimischen Wirtschaft stehen die Zeichen auf Abschwung“ zu lesen. In Deutschland sind laut dem IFO-Wirtschaftsbarometer die Industriefirmen pessimistisch wie 2009 und in Europa hat sich das Wirtschaftsklima eingetrübt.
Blicken wir auf die klimatische Temperaturentwicklung, so ist in den letzten Jahrzehnten eindeutig ein Temperaturanstieg zu verzeichnen. Blicken wir auf die wirtschaftliche Temperaturentwicklung, die in Zinsen gemessen wird, so ist der Trend der letzten Jahre deutlich und eindeutig nach unten gerichtet. Wir alle müssen uns auch hier auf geänderte Rahmenbedingungen einstellen. Wir müssen auch erkennen, dass Szenarien, die vor einigen Jahren undenkbar erschienen sind, mittlerweile der neuen Normalität angehören. Negative Zinsen für Geldanlagen sind für viele unter uns sehr schwer zu verstehen udn noch schwerer zu akzeptieren. Der ‚KlimaumSchwung‘ ist auch in unserem Wirtschaftsumfeld angekommen und unsere Aufgabe ist es, die neuen Rahmenbedingungen zu erkennen, wahrzunehmen und auch nach Lösungen zu suchen. Hierfür stehen wir als Sparkasse Ihnen quasi als „Zins-Meteorologen“ zur Seite, um Sie durch diese Klimaveränderung zu begleiten“, erklärte Proßer.

Temperatur und Zins werden mittlerweile auch von der Deutschen Bundesbank als zusammengehörig betrachtet.

„Green Finance“

„Green Finance“ ist der Begriff, der Klimarisiken im Finanzsektor berücksichtigt. Der Wandel hin zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft ist sehr bedeutend geworden. Es ist seit einigen Jahren ein deutlich spürbarer Bewusstseinswandel eingetreten, der Fokus liegt auf Nachhaltigkeit. Green Finance kann gute und kluge Klimapolitik ergänzen, aber nicht ersetzen. Letztendlich geht es auch um unser Verhalten und um unsere Einstellung“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Freyung.

Im Anschluss diskutierten die geladenen Experten über aktuelle Entwicklungen und über geeignete Maßnahmen zum Klimaschutz.