(Josef Heisl)

Straßkirchen  Sie war eine absolute Premiere, die Ehrenzeichenverleihung an acht Aktive von sechs Feuerwehren aus zwei Gemeinden aber einem Pfarrverband und das noch in der Kirche am Geburtstag des Hl. Florian. Auch Landrat Franz Meyer hatte so etwas noch nicht erlebt und zeigte sich auch entsprechend beeindruckt. Vertreten waren die Wehren aus Kellberg, Thyrnau, Donauwetzdorf, Salzweg, Oberilzmühle und Straßkirchen, die mit Vorstand Max Gruber an der Spitze als Gastgeber das Fest ausrichtete.

Dem 1. Kommandanten der einheimischen Wehr Christian Nestler war es vorbehalten Feuerwehrleute und die Ehrengäste nach dem Kirchzug in der Pfarrkirche St. Ägidius zu begrüßen. Besonders hob er Landrat Franz Meyer, die Bürgermeister Josef Putz und Alexander Sagberger, Bezirksrat Josef Heisl jun. und alle kommunalen Mandatsträger sowie von der Feuerwehr KBR Josef Ascher, KBI Alois Fischl, die KBM Josef Thoma und Alois Ritzer sowie Ehrenkommandant Josef Sterl und Ehrenvorstand Xaver Waldbauer heraus. Der Gottesdienst und der anschließende Festabend wurden von der Blaskapelle Büchlberg-Salzweg unter der Leitung von Manfred Matzelsberger musikalisch gestaltet.

Zu Beginn gedachte der örtliche Pfarrer Alexander Aulinger, der auch Bezirksfeuerwehrpfarrer ist, der verstorbenen Kameraden. Dann ging er in seiner Predigt auf die Verbindung von Feuerwehr und Kirche ein.  In diesen Tagen verbinde auch die Tatsache, dass beide weniger werden, weniger Gottesdienstbesucher und weniger Menschen, die sich dem Dienst in der Feuerwehr verschreiben. Aulinger zeigte, assistiert von Ministrantin und Feuerwehrfrau Katrin Knon auf, wie man die Werbetrommel rühren könne. „Wenn wir hier heute den Florianitag feiern, dann feiern wir jeden Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau“, betonte der Pfarrer.

In der Begegnung mit Jesus würde manches wieder entflammen. Auch der Hl. Florian, sein Leben, seine Geisteshaltung und seine Person seien unter dem Stichwort  „entflammt“ besser zu verstehen. Aulinger gab zu bedenken, dass es beiden – Kirche und Feuerwehr – vielleicht gelingen könnte, Menschen zu gewinnen, wenn man zeige was dahinter stehe, hinter Gemeinschaft, Füreinander da sein, helfen, sich an seine Wurzeln erinnern und der Pflege des Begriffs Heimat. Jeder Dienst am Nächsten sei auch Gottesdienst. „So bitten wir, unsere Wehr und unsere Kraft erhalt uns Gott“, schloss der Feuerwehrpfarrer.

In seiner Festansprache wies Landrat Franz Meyer darauf hin, dass die älteste Form des organisierten bürgerschaftlichen Engagements gerade in Bayern das Feuerwehrwesen sei. 25 oder 40 Jahre aktiv in der Feuerwehr, das seien Jahrzehnte, in denen Freizeit geopfert werde, in denen die Familien oft zurückstehen müssten und in denen man Leib und Leben für andere einsetzte.  Meyer erinnerte an Katastrophen wie den übermächtigen Schnee oder das Hochwasser, bei denen die Feuerwehren an der Front arbeiteten. Wichtig sei es, die Jugend zu gewinnen. Der Landrat betonte, dass er die Ehrungen stellvertretend für den Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann vornehme. Der Landkreis sage mit der Goldenen Ehrenamtskarte danke.

Kreisbrandrat Josef Ascher lobte den Einstieg in die Predigt, bei dem nicht der Hl. Florian sondern die Feuerwehrleute im Mittelpunkt standen. „Vergelt’s Gott allen Ausgezeichneten für ihr jahrzehntelanges Engagement“, schloss der oberste Feuerwehrmann des Landkreises sein Grußwort und bat auch im Namen aller Führungskräfte, der Hl. Florian möge die Aktiven beschützen, dass sie immer wieder gesund aus den Einsätzen zurückkommen.  Bürgermeister Josef Putz, der auch für seien Nachbarbürgermeister Alexander Sagberger sprach, sah in diesem Fest ein besonderes Ereignis, weil hier verdiente Feuerwehrkameraden geehrt werden. Er dankte im Namen des Gemeinderates und der Bürger für diesen Einsatz.

Nach Gottesdienst und Ehrungen marschierten die sechs Wehren mit ihren Ehrengästen, angeführt durch die Blaskapelle, zum Feuerwehrhaus, wo anschließend gemeinsam gemeindeübergreifend gefeiert wurde.

Ehrungen:

FF Straßkirchen:   Christian Angerer für 25 Jahre aktiven Dienst, in dem er Atemschutzträger, Maschinist, 2. Kommandant und Gerätewart war. Für 40 Jahre wurden geehrt Karl Küblböck, der als Vertrauensmann aktiv war und der beim Bau des Feuerwehrhauses besonders und federführend mitmachte, Josef Knon, langjähriger Kassier, der stets die Finanzen akribisch im Auge hatte, Karl Friedl, Kassier, 2. Kommandant, Funkbeauftragter, Maschinist und Atemschutzträger und Josef Berger, der aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein konnte.  Berger war Maschinist und ist noch immer Vertrauensmann.

FF SalzwegGerhard Kramer für 40 Jahre auch als Fahrer, Bootsführer, Atemschutzträger, Schriftführer und Elektriker der Wehr.

FF Oberilzmühle:  für jeweils 40 Jahre Josef Bieringer, zunächst Schriftführer, dann 18 Jahre 1. Vorstand, Atemschutzträger, Maschinist und bei allen Arbeiten immer der Erste und Gottfried Wenk war 30 Jahre in der Vorstandschaft, Manager und Mann für alle Fälle.

Sonderehrungen an FF Oberilzmühle:

Bayerisches Ehrenkreuz in Silber des Landes-Feuerwehrverbandes  an Helmut Lorenz wegen 12 Jahre 1. Kommandant, maßgeblich bei Fahrzeugbeschaffungen und Feuerwehrhausbau, große Ausbildungserfolge.

Niederbayerisches FW-Ehrenzeichen in Silber an Josef Bieringer wegen sechs Jahre Schriftführer, 30 Jahre in der Vorstandschaft, davon 18 Jahre 1. Vorstand, Erweiterung des Gerätehauses, Beschaffung von MTW und LF 10-Fahrzeugen, 30 Jahre Partnerschaft mit oberösterreichischen Wehren Grünburg und Pieslwang.

Kreisfeuerwehrverband Ehrenmedaille in Silber an Josef Böck wegen 30 Jahre Kassier und 32 Jahre Mitglied.