Herr Tews, warum haben Sie sich entschlossen, Ihr eigenes IVF-Institut zu eröffnen?

Mein erster Kontakt zum Thema Kinderwunsch war vor etwa 30 Jahren als junger Oberarzt in der Frauenklinik Linz. Es gelang mir, dort die größte Krankenhausabteilung Österreichs aufzubauen. Allerdings stößt man gelegentlich in öffentlichen Betrieben an Grenzen der Entfaltung, auch im Bereich der Forschung. Diese Grenzen gibt es im privaten Bereich nicht. Daher wagte ich den Sprung in eben diesen ärztlichen Versorgungsbereich mit Schwerpunkt ‚Kinderwunsch‘, den ich seit Jahrzehnten bearbeitete.

Erfüllt die Kinderwünsche vieler bisher glückloser Paare: Univ.-Prof. Dr. Gernot Tews

Ihr Kinderwunschinstitut wurde vor rund zwei Jahren eröffnet. Wie viele Paare konnten Sie bereits mit einer Schwangerschaft glücklich machen?

Die Schwangerschaftsrate, die uns seitens des Ministeriums schriftlich bestätigt wurde, beträgt im Bereich vom 35. bis zum 40. Lebensjahr 44,4 Prozent und gehört damit zu den absoluten Spitzenergebnissen in Österreich. Damit sind bei etwa 600 Patienten über 240 Schwangerschaften eingetreten.

Was sind die häufigsten Ursachen dafür, dass eine Frau nicht schwanger werden kann?

Die häufigsten Ursachen sind schlechte Samenqualität beim Partner, Syndrom des polycystischen Ovars, Endometriose, Defekte im Bereich des Eileiters und mit ca. 15 Prozent die sogenannte idiopathische Sterilität.

Auf welche Schwerpunkte hat sich Ihr Institut spezialisiert?

Kurz nach der Eröffnung des Institutes hatten wir aufgrund der hohen Erfolgsrate relativ rasch den Ruf, auch bei vorher gescheiterten Versuchen in anderen Instituten immer noch einen Weg zu finden. Insbesondere der Bereich des sogenannten “Granulozyten-Wachstumsfaktors“ ist hier ein großes Hoffnungsgebiet im Bereich der “failed implantation“, also der fehlgeschlagenen Einnistung.

(Das ganze Interview zum Nachlesen in der ‚Neuen Woche‘, Ausgabe KW 01/17)