Freistaat sagt Förderung zu – Katastrophenschutzübungen bereits in Planung

Passau. Eine weitere Sandsack-Abfüllanlage soll im Landkreis Passau noch dieses Jahr in Betrieb gehen. Außerdem sind zwei große Katastrophenschutzübungen geplant. Das gab Landrat Franz Meyer bei einem Arbeitsgespräch im Landratsamt bekannt.

Für die neue Sandsack-Abfüllanlage wurde dem Landkreis Passau bereits eine staatliche Förderung zugesagt. Darüber informierte Landrat Franz Meyer bei einem Arbeitsgespräch mit Abteilungsleiterin für Öffentliche Sicherheit und Ordnung am Landratsamt Passau, Verena Schwarz, Kreisbrandrat Josef Ascher sowie Kreisbrandinspektor und Vorsitzendem des Kreisfeuerwehrverbands, Alois Fischl. Gerhard Eck, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern für Sport und Integration, habe dies in einem Schreiben an den Landrat mitgeteilt. Die Förderung für die rund 15.000 Euro teure Anlage wird gut 6.500 Euro betragen. Momentan läuft das Ausschreibungsverfahren, für Herbst ist die Inbetriebnahme geplant. Die bereits in Betrieb befindliche Anlage ist seit 2009 in Tiefenbach im nördlichen Landkreis stationiert. Um im Katastrophen- oder Hochwasserfall schnell und flächendeckend Hilfe leisten zu können, soll die neue Anlage im südlichen Landkreis stationiert werden.

Doch nicht nur die technische Ausstattung ist im Katastrophenfall wichtig, auch die praktische Erfahrung und Übung der Einsatzkräfte und der Sicherheitsbehörden spielt im Ernstfall eine wichtige Rolle. Deshalb sind in nächster Zeit zwei große Katstrophenschutzübungen geplant. Bereits am 3. August findet eine entsprechende Großübung für Feuerwehren, Rettungsdienst, Polizei und für den Katastrophen-Führungsstab statt. Die Einsatzlage ist dabei noch nicht bekannt, um die Übung möglichst realitätsnah zu gestalten. Eine weitere Übung wird in der ersten Jahreshälfte 2020 stattfinden. Zusammen mit dem Landkreis Freyung-Grafenau und der Stadt Passau wird dabei im Passauer Land die Ausgabe von Jodtabletten an die Bevölkerung zum Schutz vor radioaktiver Strahlung geübt. Das hat Regierungspräsident Rainer Haselbeck bereits angekündigt, informierte Landrat Meyer bei dem Gespräch.

„Mit einer flächendeckenden technischen Ausrüstung und einer regelmäßigen Übung aller möglichen Katastrophenszenarien wollen wir uns im Landkreis Passau bestmöglich auf den Ernstfall vorbereiten. Und dazu gehören vor allem die theoretische und praktische Ausbildung und das Training der Einsatzkräfte in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und Institutionen“, so Landrat Franz Meyer.