Über 400.000 Besucher kamen zum Karpfhamer Fest und in die Rottal-Schau

Karpfham ist „das“ Traditionsfest und die Rottal-Schau „die“ Landtechnikschau im bayerisch-österreichischen Raum. Da kann das Wetter sein, wie es will, wer nach Karpfham will, der fährt nach Karpfham. Darauf können sich die Festwirte und Aussteller verlassen. Die Fahrgeschäfte im Vergnügungspark hätten noch mehr trockenes Wetter gebraucht. Die Festhütten waren schon tagsüber gut besucht, abends prallvoll.

Es stimmt immer wieder: „Karpfham ist bei jedem Wetter Kult!“ Die Besucher strömten von diesseits und jenseits der bayerisch-oberösterreichischen Grenze auf das riesige Fest- und Ausstellungsgelände. Die noch größere Rottal-Schau – mit über 600 Ausstellern – war fast ein Muss für Landwirte. Fachbesucher kamen aus ganz Deutschland, Österreich, auch aus Tschechien und Ungarn, sogar aus der Schweiz und Italien. Landwirte kamen mit Familien und Mitarbeitern, um sich auf der noch größeren größten jährlichen Landtechnik-Ausstellung Süddeutschlands und der Fachschau Energie – Umwelt – Bauen über Neuheiten und Bewährtes zu informieren. Die Verbraucher- und Gewerbeschau hatte nur volle Hallen, sie war nicht nur das Damen-, sondern auch das Schlechtwetterprogramm für viele Besucher. Täglich brachten bis zu 250 Busse, tausende Autos sowie Sonderzüge der Rottalbahn zigtausende Besucher zum Fest- und Ausstellungspark. Aussteller, Schausteller, Essstände und Festwirte hatten wieder alle Hände voll zu tun, alle zufrieden zu stellen.

Mittelpunkt des Karpfhamer Festes ist bei Tag und bei Nacht der Vergnügungspark zwischen den Festzelten mit 20.000
Sitzplätzen. Als traditionelles Familienfest bietet es auch viele Fahrgeschäfte für große und kleine Kinder. Sechs Tage war
Karpfham Treffpunkt toller Unterhaltung und Gemütlichkeit für hunderttausende Gäste aus Bayern und Oberösterreich (Foto: Werner Vierlinger)

„Unser bayerisch-österreichisches Familienfest und die bedeutende Landtechnik-Ausstellung mit der großen Verbraucher- und Gewerbeschau hat schon Kultstatus, So einen Andrang wie heuer haben wir noch nie erlebt,“ schwärmt Festvereins-Vorstand und Festwirt der Holzhamer Hütte Sebastian Winbeck. „Denn unser Fest ist wirklich das größte, beliebteste und älteste Fest der Bayern und der österreichischen Nachbarn. Einzigartig mit Jahrhunderte alten Wurzeln – eben: ,Oans wia koans.’ Auch die obligatorische Besucherzahl von über 400.000 wurde mit Sicherheit erreicht.“ Auch als Festwirt ist Winbeck mehr als zufrieden: „Es war eines der Besten aller Feste. Unsere einzigartige, riesige Ausstellung brachte wieder Hunderttausende nach Karpfham und alle wollen nach der Ausstellung essen, trinken und sich noch etwas vergnügen.“

„Die große Landtechnikausstellung der Rottal-Schau wird immer mehr zur Neuheiten-Schau, wo Hersteller Produktpremieren feiern. Manche Hersteller haben sogar ihre internationalen Händler zu ihrer Präsentation nach Karpfham eingeladen. Das riesige Angebot bietet beste Informationsmöglichkeiten und ist Anziehungspunkt für Landwirte. Karpfham baut innerhalb Deutschlands seine führende Stellung als jährliche Landtechnikschau aus. Mit der Fachschau Energie-Umwelt-Bauen und der Gewerbe- und Verbraucherschau haben wir über 600 Aussteller“ freut sich Platzmeister Manfred Freudenstein, und weiter „Aus allen Bereichen, auch aus der Verbraucherschau sind die Rückmeldungen überwiegend positiv, die Geschäfte sehr gut.“

(Foto: Werner Vierlinger)

Gottfried Kopplstätter, Geschäftsführer des veranstaltenden Festvereins ist vollauf zufrieden: „Unsere Maßnahmen für noch mehr Besuchersicherheit wie Straßenüberbrückung und mehr Sicherheitspersonal sind von den Besuchern stark angenommen worden und haben voll zur Beruhigung auf und um den Fest- und Ausstellungsplatz beigetragen. Unsere Karpfhamer-Fest Bier- und Essensmarken des Festvereins waren bei Firmen und Gruppen auch wieder der absolute Renner. Als Betreiber von Genussständen und einer Pilsbar freut es mich dass man mit den Essen-Wertmarken in den Zelten und auch an den Ständen seine Henderl, Emmentaler, Brezen usw. einkaufen kann. Und unseren neuen Slogan bestätigen täglich tausende Gäste, wenn sie sich beim Bummel über den Fest- und Ausstellungsplatz denken oder sagen „Einmalig“ oder „Einzigartig“ – eben „Oans wia koans“ – was sie auch auf hundert Plakatwänden lesen.

„Damit wir auch weiterhin ,Oans wia koans’ bleiben, investieren wir alle Jahre in die Infrastruktur – Parkplätze, Ausstellungsstraßen, Beleuchtung, Sicherheit, Toiletten,“ erklärt Finanzchef Josef Kreileder, „denn wir wollen anderen Festbetreibern immer eine Nasenlänge voraus sein. Nur so können wir unserem Slogan auch gerecht werden.“ „Nach dem Fest wird eine genaue Analyse aller Details des vergangenen Festes gemacht, alle Rückmeldungen von Besuchern, Ausstellern, Schaustellern, Wirten, Polizei und Medien werden beachtet und in die Besprechungen und neuen Planungen einbezogen. Wir lernen mit jedem Fest etwas Neues dazu und reagieren auch darauf“, fügt Vorstandsmitglied Jürgen Pentlehner an.

Täglich war in Karpfham was los: Zur Festeröffnung am Donnerstagabend war in allen Zelten noch mehr Programm und tolle Stimmung. Ab Freitag früh waren alle drei Bereiche der Rottal-Schau – die riesige Landtechnikaustellung, Verbraucher- und Gewerbeschau sowie die Fachschau Energie, Umwelt, Bauen und Forstwirtschaft – Besuchermagnete. Der Festzug zur „Wies’n“ brachte tausende Zuschauer auf den Festplatz und in die festlich geschmückten „Hütten“ mit 20.000 Sitzplätzen. Auch das attraktive Rahmenprogramm war bei großteils Idealwetter zugkräftiger Besuchermagnet.

Mit einem fulminanten Brillant-Prachfeuerwerk über dem Festplatz endete nach sechs Tagen das Karpfhamer Fest mit der
Rottal-Schau 2018 (Foto: Werner Vierlinger)

Die Vorführungen des Rottaler Zehnerzuges erlebten wieder einen Besucherandrang, die Prämierung der Rottaler Warmblutstuten am Samstag und das Reit- und Springturnier am Montag lockten viele Pferdefreunde. Eine Riesenattraktion und Gaudium mit tausenden Besuchern war auch das 2. Karpfhamer Eselrennen mit dem Jura-Eselteam, eine der Programmattraktionen 2018. Die traditionelle Bauernkundgebung des VLF Rotthalmünster, heuer mit der Bayerischen Staatsministerin Michaela Kaniber, füllte die Holzhamer Hütte fast bis auf den letzten Platz. Auch das wunderschöne Brillant-Prachtfeuerwerk bot am Dienstag um 23 Uhr eine strahlende, blitzende und krachende Kulisse über dem Karpfhamer Festplatz für „Oans wia koans.“

Die Vorstandschaft des Verein Karpfhamer Fest e.V. ist auch das organisatorisch erfolgreiche Veranstalterteam des
Karpfhamer Festes mit der Rottal-Schau. Von links: Geschäftsführer Gottfried Kopplstätter, Finanzchef Josef Kreileder,
Festvereins-Vorstand Sebastian Winbeck, Controller Jürgen Pentlehner und Platzmeister Manfred Freudenstein (Foto: Werner Vierlinger)

Im Vergleich zum letzten Jahr war die Zahl der Vorkommen fast unverändert, konnte der Bad Griesbacher Polizeichef Gerhard Eichinger mitteilen: „Es war zwar ein relativ ruhiges Fest, leider mit fast so viel Einsätzen und Vorfällen wie alkoholbedingten Körperverletzungen und auch 4 Widerständen gegen Festnahmen, wobei Polizeibeamte bedroht, beleidigt und verletzt wurden. Durch die Fußgängerbrücke war auch heuer der Verkehrsfluss auf der B 388 weniger beeinträchtigt. Erfreulich war wieder, dass die Sicherheitsmaßnahmen durch vermehrte Polizeipräsenz allgemein von den Besuchern sehr positiv aufgenommen wurde.“