Ein nicht alltäglicher Event

Freyung. Die „Corona-Krise“ hat dafür gesorgt, dass das kulturelle Leben derzeit praktisch auf Eis gelegt wurde. Zahlreiche Künstler, Kulturschaffende und Musiker sind davon massiv betroffen – und das nicht nur hinsichtlich ihres Schaffens und Lebens, sondern ebenso ist auch ein großer Teil ihres Einkommens dadurch weggefallen.

Das Regionalmanagement Freyung-Grafenau organisiert nun auf Basis der Image-Kampagne „Mehr als du erwartest“ am 21. bis 23. Mai 2020 an der Volksmusikakademie in Freyung das virtuelle Musik-Event „Kanapee Streaming Festival“. Initiator dieser Idee war quasi Landrat Sebastian Gruber. Die Veranstaltung wird live über verschiedene Kanäle via Internet übertragen. Eines der Ziele ist es, der Landkreisbevölkerung in jenen Zeiten eine neue und interessante Möglichkeit der Unterhaltung zu bieten. Weiter soll so den Künstlern die Möglichkeit geboten werden, zumindest wieder auf der Bühne stehen zu können – das natürlich unter Beachtung der derzeitigen Abstands- und Hygieneregeln.

Vorgestellt wurde das Projekt anlässlich einer Pressekonferenz am vergangenen Dienstag von Landrat Gruber, Regionalmanager Stefan Schuster, Daniel Gotsmich (von der umsetzenden Werbeagentur) und dem Musiker Uli Hansel (als technischer Verantwortlicher).

Bedingt durch die momentane Lage besteht ein großes Bedürfnis nach Gesellschaft und Veranstaltungen in der Bevölkerung. Die bestimmt sehr große Anzahl regionaler Künstler leidet unter all den Veranstaltungs-Ausfällen und den daraus resultierenden Verdienstausfällen. Das Musik-Festival sei nun der Versuch, beide Seiten in Einklang zu bringen; soweit beschreibt Landrat Sebastian Gruber den Hintergrund dieser Idee.

Deshalb versucht man auch, an den drei kostenlosens Festival-Spieltagen Spenden für die Künstler einzusammeln. Unter der Internetadresse www.mehralsduerwartest.de wird aktuell eine Festivalseite eingerichtet, auf der über einen freiwilligen käuflichen Erwerb „virtuelle Festival-Tickets“, virtuelles „Festival-Bier“, virtuelle „Bratwürste“ und sogar virtueller „Applaus“ an die teilnehmenden Künstler gespendet werden kann. Dafür wird es unterschiedliche Bezahlmöglichkeiten geben; über eine Art digitalen Warenkorb, wo man über seine Bankdaten Geld spenden bzw. einzahlen kann. Der Inhalt, des auf diese Art generierten Spendentopfes, soll dann gerecht auf alle teilnehmenden Künstlern verteilt werden. Insgesamt 15 Gruppen/Musiker werden an diesen drei Festival-Tagen auftreten.

(Foto: MuW/r.demont)

Die Bandbreite reicht von Volksmusik bis Hardrock. Es wird für jeden Geschmack bestimmt was dabei sein. Bekannte Namen wie „Charmebereich“, „Manda“, „Tom & Basti“ sowie „Landluft“ werden mit von der Partie sein.
Drei Kamera-Männer halten die Auftritte fest, die über YouTube, Facebook, Instagram und eigene Kanäle der Künstler gestreamt werden. Auch zwischen den Auftritten wird es keinen Leerlauf geben. Die Zuhörer/Zuschauer können an die auf einem Kanapee sitzenden Künstler alle möglichen Fragen stellen.

(v.l.) Musiker Uli Hansel (Verantwortlicher Technik) und Daniel Gotsmich (Werbeagentur) – Foto: MuW/r.demont
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