In Sitten (Sion, Kanton Wallis) hat die Zukunft auf den Straßen jetzt schon begonnen; zum ersten Mal in der Schweiz kommen selbstfahrende Busse im öffentlichen Verkehr zum Einsatz. Ab heute Donnerstag kurven sie durch die Straßen. Vorläufig aber noch besetzt mit zwei Sicherheitsfahrer.

Die Busse werden elektrisch betrieben und wurden in den vergangenen Monaten auf Privatgelände ausgiebig getestet. Jetzt kommen sie öffentlich zum Einsatz. Die beiden Busse verkehren zwischen dem Stadtzentrum und dem Bahnhof von Sitten.

Bis Oktober 2017 sollen noch zwei Sicherheitsfahrer die Personenbeförderungen begleiten. Kommt es zu einem Notfall, können die Passagiere mittels einem Notfallknopf die Sicherheitsfahrer alarmieren, die dann eine Vollbremsung einleiten können. Überdies dient der ‚menschliche‘ Fahrer noch dazu, den Fahrgästen beim Ein- und Aussteigen mit Rollstühlen oder Kinderwagen behilflich zu sein.

Die Fahrzeuge verfügen über Klimaanlage, eine permanente Lüftung und Scheibenwischer für eine freie Sicht durch die Frontscheibe. Zusätzlich wurde noch eine zweite Batterie eingebaut, die die Reichweite der Shuttles vergrößern soll; zwischen sechs und zwölf Stunden soll die Akkulaufzeit gesichert sein.

Laut Transportunternehmen ist es aber nicht das Ziel, die regulären Busslinien damit zu ersetzen. Vielmehr sollen mit diesen Shuttles Orte erschlossen werden können, die bisher nicht vom öffentlichen Verkehr bedient werden konnten. Beispielsweise autofreie Ortschaften, Fußgängerzonen oder Firmengelände. An diesem Projekt ist die ETH Lausanne, die Fachhochschule Westschweiz, die Stadt Sitten sowie der Kanton Wallis beteiligt.

 

(Quelle: watson.ch)