MdL Bernhard Roos: Staatsregierung gibt Brücken dem Verfall preis

Versteckte Staatsverschuldung findet sich an jeder Ecke des Straßennetzes in Bayern. Dass auch Brücken davon nicht verschont bleiben, zeigt eine aktuelle Anfrage des SPD-Fraktionschefs Markus Rinderspacher. „Die Bayerische Staatsregierung weiß von dem Verfall der Brücken, schafft es aber dennoch nicht, ein funktionierendes Sanierungskonzept aufzustellen.“, kritisiert MdL Bernhard Roos.

Derzeit ist jede siebte staatliche Brücke in Niederbayern marode. Insgesamt sind 123 von 861 Staatsbrücken aktuell sanierungsbedürftig. „Die staatlichen Bauämter kommen dem Verfall nicht hinterher“, meint der SPD-Politiker. Denn saniert würde nur ein Bruchteil der Brücken, während anderswo Sanierungsbedarf hinzukäme.
„Der Erhaltungszustand der Brücken in Bayern nimmt angesichts des hohen Alters von durchschnittlich 40 Jahren und vor allem des ständig zunehmenden Schwerlastverkehrs ab“, moniert Roos als verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und fordert gleichzeitig eine Erhöhung der Bundesfinanzmittel für Reparatur und Ertüchtigung. Ganz nach dem Motto ‚Vorsicht ist besser als Nachsicht‘ appelliert der Abgeordnete an die CSU, verstärkt auf Prävention zu setzen. Denn eine monatelange Sperrung der Brücke aufgrund eines Neubaus oder dauerhafte Reduzierung der Traglast bringe einen wesentlich höheren wirtschaftlichen Schaden. Zudem müsse der Güterverkehr verstärkt auf Wasserstraßen und Schienen verlegt werden, um die Belastung von Brücken und Straßen zu reduzieren.