Landrat Franz Meyer zu Besuch bei der PAN-Biotech GmbH – Produktionskapazität offiziell verdoppelt

Aidenbach. Zahlreiche auf dem Weltmarkt agierende Unternehmen haben ihren Sitz im Landkreis Passau, werden aber in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Ein Beispiel dafür ist die PAN-Biotech GmbH in Aidenbach, die Landrat Franz Meyer im Rahmen der Wirtschaftswoche des Landkreises Passau besuchte.

Die Firma stellt seit 31 Jahren Nährlösungen für die Biotechnologie, die personalisierte Medizin, die Impfstoffherstellung und die Krebstherapie her und forscht intensiv auf diesem Gebiet. Ihre Produkte vertreibt die Firma international weit über die Grenzen Deutschlands und Europas hinaus. Weltweit gebe es etwa zehn bis 15 Firmen, die die gleichen Produkte anbieten und auf diesem Sektor forschen, wie Geschäftsführer Jens Hartmann und sein Stellvertreter Thies Blohm bei dem Betriebsbesuch erklärten. Die Firma entwickelt ständig neue Seren und serumfreie Medien. Die Produkte dienen als Nährlösungen für verschiedene Zellkulturen. Ihre Entwicklungen, die hauptsächlich von Laborleiter Dr. Josef Seidl stammen, patentieren zu lassen, ist für die PAN-Biotech kein Thema. „Denn dann wird die Zusammensetzung veröffentlicht und dadurch besteht die Gefahr, dass die Produkte kopiert werden,“ so die Geschäftsführer. Vielmehr setze man darauf, die Herstellungsverfahren so geheim wie möglich zu halten. Mit rund 60 Mitarbeitern und 12 Millionen Euro Jahresumsatz leistet das Unternehmen einen großen Beitrag zur regionalen Wirtschaft und ist ein wichtiger Arbeitgeber im Aidenbacher Raum.

Mit der Eröffnung des neuen Etikettierraums haben Geschäftsführer der PAN-Biotech GmbH Jens Hartmann (v.l.), MdL Walter Taubeneder, Landrat Franz Meyer, Regierungsdirektor Armin Diewald und Aidenbachs Bürgermeister Karl Obermeier die Produktionskapazität offiziell verdoppelt (Foto: Landratsamt Passau)

Der Standort Aidenbach im Landkreis Passau ist für die PAN-Biotech optimal. Hier passen Infrastruktur und Verkehrsanbindung. Besonders die Nähe zum Flughafen München ist für das international agierende Unternehmen wichtig. In gut einer Stunde sei man von Aidenbach aus am Flughafen, das könne zu den Hauptverkehrszeiten vom Münchner Westen aus genau so lange dauern.

Kunden der Aidenbacher Firma sind Pharmaunternehmen oder klinische Institute. Die mit Hilfe der Nährlösungen gezüchteten Zellkulturen können beispielsweise für Tests von Impfstoffen verwendet werden, als Alternative zu Tierversuchen. Das Potential im biochemischen Bereich sei momentan groß, so die Geschäftsführer. Die aktive Forschung auf diesem Feld sei sehr zukunftsfähig.

Panexin: Panexin ist nur eines der innovativen Produkte der PAN-Biotech GmbH und dient zur serumfreien Zellkultivierung (Foto: Landratsamt Passau)

Das belegte auch die offizielle Einweihung des neuen Etikettierraums im Rahmen des Betriebsbesuchs durch Landrat Franz Meyer. Damit ist die Verdoppelung der Produktionskapazitäten des Unternehmens komplettiert. Kurz zuvor sind bereits neue Räumlichkeiten zur sterilen Abfüllung in Betrieb genommen worden. Damit reagiert die PAN-Biotech auf die stetig steigende Nachfrage ihrer Produkte auf dem Zukunftsmarkt Zellkultur.