Finsterau. Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl, MdB besuchte gemeinsam mit Bürgermeister Ernst Kandlbinder das Freilichtmuseum Finsterau und ließ sich von Museumsleiter Dr. Ortmeier über das geplante Paul-Friedl-Haus informieren.

Das Freilichtmuseum Finsterau ist ein Museum über das ländliche Siedlungswesen des Bayerischen Waldes. Es ist ganzjährig geöffnet und zeigt ein Stück vergangener Wirklichkeit.
Beim Rundgang durch das Lager konnten sich die Rita Hagl-Kehl und Ernst Kandlbinder einen kleinen Ausschnitt von circa 10.000 vorhandenen Objekten besichtigen, die in Textil, Holz, Keramik und Glas gegliedert sind. Von Kutschen, Wachsstücken und alten Möbeln bis hin zu landwirtschaftlichen Geräten ist hier alles zu finden.

Das Museum bietet eine Vielzahl von verschiedenen Aktivitäten – so kann man sich übers Holzhandwerk informieren oder auch an einem Bauernbrotbackkurs teilnehmen. Ein besonderes Angebot findet sich auch für Kinder und Schüler, die hier Erfahrungen im Schmiedehandwerk sammeln können oder erleben wie ein Flachsbündel zum Kleidungsstück wird.
In Anschluss wurde das Grundstück für das künftige Paul-Friedl-Haus in Augenschein genommen. In diesem werde künftig Literatur aus dem Böhmerwald und dem Bayerischen Wald gesammelt und ausgestellt, erläuterte Dr. Ortmeier. Geplant sei weiterhin eine kleine Wirtsstube, die als Veranstaltungsraum für Seminare, Lesungen und Ausstellungen dienen solle. Derzeit werde geprüft wie das Haus am besten gefördert werden könne.

„Ich finde es schön, dass hier ein Stück unserer eigenen Kulturgeschichte erhalten bleibt“, bemerkte Rita Hagl-Kehl, MdB. „Als Historikerin freue ich mich darüber, dass hier mit viel Herzblut daran gearbeitet wird – vielen Dank für den Einsatz“, so die SPD-Bundestagsabgeordnete weiter.