Einladung zur Informationsveranstaltung am 23.11.2016, 19 Uhr im Gr. Redoutensaal

Das staatliche Wasserwirtschaftsamt Deggendorf prüft derzeit in enger Abstimmung mit der Stadt Passau die Realisierung eines Hochwasserschutzes an der Gottfried-Schäffer-Straße als einen vom Hochwasser 2013 sehr stark betroffenen Bereich.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: “Aufgrund der aktuellen intensiven öffentlichen Diskussion halte ich es für sinnvoll, den direkt Betroffenen sowie den interessierten Bürgerinnen und Bürgern den aktuellen Sachstand und insbesondere die Argumente für und gegen die unterschiedlichen geprüften Varianten sachlich und fundiert zu erläutern.“ Die Stadt Passau lädt deshalb am

Mittwoch, 23.11.2016 um 19 Uhr
in den Großen Redoutensaal, Gottfried-Schäffer-Straße 2

alle Interessierten zu einer Info-Veranstaltung ein.

Mit Vorstellung der ersten Planungsergebnisse im Rahmen des Vorentwurfs im Stadtrat am 10. Oktober 2016 ergab sich eine Diskussion um das “wie“, aber auch um das “ob“ eines Hochwasserschutzes an der Gottfried-Schäffer-Straße. Hierzu ist klarzustellen, dass derzeit noch keine Entscheidung über den Hochwasserschutz an sich zu treffen ist.

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 10.10.2016 beschlossen, dass vor weiteren Entscheidungen in dieser Angelegenheit die verschiedenen möglichen Varianten visualisiert werden sollen, damit man sich einen besseren Überblick über ein mögliches künftiges Erscheinungsbild je nach Variante verschaffen kann. Diese Visualisierungen werden derzeit vom staatlichen Wasserwirtschaftsamt Deggendorf in Auftrag gegeben. Resultate werden für Januar 2017 erwartet.

Bereit am 09.02.2015 hat das Stadtratsplenum eine Planungsvereinbarung zwischen Stadt und staatlichem Wasserwirtschaftsamt Deggendorf für den Bereich Gottfried-Schäffer-Straße für die Grundlagenermittlung und die Vorplanung beschlossen. Beim Hochwasser 2013 waren in diesem Gebiet 50 Gebäude bzw. 266 Einwohner betroffen. Die Schadenssumme hier belief sich auf 15 Mio. Euro. Im jetzigen Planungsstadium geht es darum, eine der möglichen Planungsgrundlagen auszuwählen, für die dann detailliertere Planungen durchgeführt werden. Erst wenn diese konkreten Planungen vorliegen, wird der Stadtrat darüber abzustimmen haben, ob der Hochwasserschutz tatsächlich gebaut werden soll.

Bei der Prüfung möglicher Varianten waren seitens des WWA insbesondere folgende Zwangspunkte zu beachten:

  • Hydraulik mit Verschlechterungsverbot für Ober- und Unterlieger sowie die Innstadt
  • Denkmalschutz- und Naturschutzbelange
  • Logistik: Minimierung des Anteils an mobilen Elementen auf max. 600 m2, keine Sonderbauteile, Grundschutz mit einer Höhe von rund 1,30 m, Mindestabstand der Bäume zu den mobilen Elementen (<5m)
  • Verkehrsfluss auf der Gottfried-Schäffer-Straße während der Bauzeit und beim (jährlichen Probe-) Aufbau des Hochwasserschutzes