Neue Herausforderungen für die Preiserhebung vor Ort

Die Verbraucherpreise in Bayern haben sich im Vergleich zum März des Vorjahres im Gesamtniveau um 1,2 Prozent erhöht. Ein deutlicher Rückgang zeigte sich am Energiemarkt: Bei Heizöl sanken die Preise im Vergleich zum Vorjahr mit 18,0 Prozent deutlich, bei Kraftstoffen war ein Rückgang um 3,4 Prozent zu beobachten. Ohne Heizöl und Kraftstoffe gerechnet hätte die Inflationsrate bei 1,6 Prozent gelegen. Gestiegen sind hingegen die Preise für Nahrungsmittel (+4,3 Prozent). – Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, blieben die Verbraucherpreise gegenüber dem vorangegangenen Februar im Gesamtniveau konstant (+0,0 Prozent). Preissenkungen waren binnen Monatsfrist sowohl bei Heizöl (-7,6 Prozent) als auch bei Kraftstoffen (-4,8 Prozent) zu beobachten. Die aktuelle Situation rund um das Corona-Virus stellt auch die amtliche Verbraucherpreisstatistik vor neue Herausforderungen. So verzeichnete das Bayerische Landesamt für Statistik bereits im März bei der Preiserhebung vermehrt leere Supermarktregale bei einzelnen Produkten. Während binnen Monatsfrist für Toilettenpapier (+0,0 Prozent) sowie Trockengemüse und konserviertes Gemüse (+0,2 Prozent) die Preise relativ stabil blieben, zeigte sich für Reis, einschließlich Reiszubereitungen, eine Preissteigerung (+2,3 Prozent).

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik lag die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im März 2020 bei +1,2 Prozent; im Februar hatten sie noch bei +1,7 Prozent gelegen. Der Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie, in der öffentlichen Diskussion oftmals als Kerninflationsrate bezeichnet, lag im März bei +1,2 Prozent.

Die Preise für Nahrungsmittel insgesamt sind im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,3 Prozent gestiegen, wobei die Preisentwicklung bei einzelnen Produkten sehr unterschiedlich ausfiel. Ein deutlicher Preisrückgang war bei Möhren (-16,0 Prozent) und Butter (-8,9 Prozent) zu beobachten, während die Preise für Gurken (+36,1 Prozent), Äpfel (+26,2 Prozent), Birnen (+24,3 Prozent) und Mandarinen oder Clementinen (+23,1 Prozent) spürbar gestiegen sind. Für Obst insgesamt zeigte sich ein Preisanstieg von 11,2 Prozent zum Vorjahresmonat. Ebenfalls einen Preisanstieg binnen Jahresfrist mussten die Verbraucher bei Fleisch und Fleischwaren (+10,4 Prozent) hinnehmen.

Ein deutlicher Preisrückgang ist abermals bei Heizöl (-18,0 Prozent) zu verzeichnen, welcher auch für Kraftstoffe in abgeschwächter Form (-3,4 Prozent) zutraf. Überdurchschnittliche Preisanstiege waren für Strom (+4,2 Prozent) und Gas (+3,7 Prozent) zu verzeichnen.

Die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten) verlief vergleichsweise moderat. Gegenüber dem März des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,6 Prozent.

Bei einigen hochwertigen, technischen Produkten waren im Februar die Preise im Vergleich zum Vorjahr niedriger. So konnten die Verbraucher insbesondere tragbare Computer (-7,2 Prozent) und Fernsehgeräte (-3,6 Prozent) deutlich günstiger beziehen als im Vorjahr.

Die Verbraucherpreise blieben im Vergleich zum Vormonat im Gesamtniveau konstant (+0,0 Prozent). Preissenkungen waren binnen Monatsfrist sowohl bei Kraftstoffen (-4,8 Prozent) als auch besonders deutlich bei Heizöl (-7,6 Prozent) zu beobachten.

Für Teigwaren zeigte sich im Vergleich zum Vormonat ein Preisrückgang von 3,6 Prozent, welcher in abgeschwächter Form auch für Mehl und andere Getreideerzeugnisse (-1,3 Prozent) zu verzeichnen war. Der Preis für Toilettenpapier blieb dagegen konstant (+0,0 Prozent). Ein ähnliches Bild zeigte sich für Trockengemüse und konserviertes Gemüse (+0,2 Prozent). Für Suppen und andere Nahrungsmittelzubereitungen stiegen die Preise leicht um 1,0 Prozent. Eine Preissteigerung binnen Monatsfrist ist ebenfalls für Reis, einschließlich Reiszubereitungen, (+2,3 Prozent) zu verzeichnen.

Die aktuelle Situation stellt auch die amtliche Verbraucherpreisstatistik vor Herausforderungen. Während im März die Preiserhebung im Wesentlichen wie üblich stattfinden konnte, ist damit zu rechnen, dass es im April 2020 zu weiteren Einschränkungen in den Erhebungseinheiten kommen wird. Derzeit ist nicht abzusehen, inwieweit sich dies auf die Preiserhebung auswirken wird. Das Bayerische Landesamt für Statistik musste bereits im März bei der Preiserhebung vermehrt leere Supermarktregale bei stark nachgefragten Produkten feststellen.


Hinweis:
Die Presseinformation zum Berichtsmonat März 2020 enthält vorläufige Ergebnisse. Regionalisierte Zahlen stehen nicht zur Verfügung.

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