Kraftstoffpreise steigen wieder an

Die Verbraucherpreise in Bayern sind im Vergleich zum Juni des Vorjahres im Gesamtniveau moderat um 0,8 Prozent gestiegen. Am Energiemarkt zeigte sich wiederholt ein deutlicher Preisrückgang: Die Preise für Heizöl sanken im Vergleich zum Juni des Vorjahres um 25,8 Prozent besonders deutlich, bei Kraftstoffen war ein Rückgang von 16,7 Prozent zu beobachten. Ohne Heizöl und Kraftstoffe gerechnet, hätte die Inflationsrate bei 1,5 Prozent gelegen. – Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem vorangegangenen Mai im Gesamtniveau leicht um 0,6 Prozent. Während im Vergleich zum Vormonat die Preise bei Kraftstoffen (+4,7 Prozent) gestiegen sind, sind die Preise bei Heizöl (-4,6 Prozent) wiederholt gefallen. Die Preise für Gemüse (-0,9 Prozent) und Obst (+1,2 Prozent) blieben im Vergleich zum Mai nahezu konstant. – Aufgrund der Entspannung der Lage in der Corona-Krise war es im Juni größtenteils wieder möglich, die Vor-Ort-Erhebungen durchzuführen. Nur noch in einzelnen Fällen kam es zu Ausfällen in der Preiserhebung.

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik lag im Juni 2020 die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, bei 0,8 Prozent. Die Kerninflationsrate, das ist der Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie, lag im Juni 2020 mit 1,2 Prozent deutlich höher als die Inflationsrate.

Die Preise für Nahrungsmittel sind im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich um 4,7 Prozent gestiegen. Ausgesprochen stark haben sich die Preise von Fleisch und Fleischwaren (+8,3 Prozent) sowie Obst (+11,7 Prozent) erhöht. Besonders deutlich fielen die Preissteigerungen bei Äpfeln (+27,4 Prozent) und Birnen (+26,0 Prozent) aus. Auch Joghurt (+8,2 Prozent) wurde deutlich teurer. Hingegen ist der Preis für Butter um 7,8 Prozent gesunken.

Auch im Juni lagen die Preise von Heizöl (-25,8 Prozent) und Kraftstoffen (-16,7 Prozent) merklich unter den Vorjahreswerten, während Strom (+3,1 Prozent) und Gas (+2,2 Prozent) hingegen Anstiege verzeichneten.
Die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten) verlief vergleichsweise moderat. Gegenüber dem Juni des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,6 Prozent.

Bei hochwertigen, technischen Produkten kann das Bayerische Landesamt für Statistik im Juni von niedrigeren Preisen im Vergleich zum Vorjahr berichten: So konnten die Verbraucher insbesondere tragbare Computer (-5,2 Prozent) und Fernsehgeräte (-0,3 Prozent) günstiger beziehen als im Vorjahr.

Die Verbraucherpreise sind im Vergleich zum Vormonat Mai um 0,6 Prozent gestiegen. Im Energiemarkt setzte sich der Abwärtstrend der Vormonate nur bei Heizöl fort (-4,6 Prozent). Die Preise für Kraftstoffe sind hingegen im Vergleich zum Vormonat um 4,7 Prozent gestiegen.

Aufgrund der Lockerungen und der Entspannung der aktuellen Lage hinsichtlich der Corona-Pandemie konnte die Preiserhebung im Juni zum Großteil wieder wie in der üblichen Erhebungspraxis stattfinden. Nur noch vereinzelt kam es zu Erhebungsausfällen aufgrund der Coronakrise. Ausfälle bestimmter Artikel sind in der Preisstatistik grundsätzlich nicht unüblich, weshalb es bewährte Verfahren im Umgang mit den so genannten Preisausfällen gibt.

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