Traunstein/Passau. „Uns geht es unheimlich gut hier und momentan wollen wir auch gar nicht weg“, kann Sophia Jaritz jetzt glücklich erzählen.

Seit Mitte März sind Sophia und ihr Mann Fabian Jaritz Eltern der kleinen Verena-Sophia, die ganz plötzlich und unerwartet in der 29. Schwangerschaftswoche auf die Welt geholt werden musste. „Wir waren eigentlich gerade im Kurzurlaub in Tschechien und aufgrund starker Wassereinlagerungen ging es mir über Nacht plötzlich gar nicht mehr gut“, erzählt die frischgebackene Mama. Dann ist alles ganz schnell gegangen: „Noch in den frühen Morgenstunden sind wir aufgebrochen, weil wir es unbedingt noch über die Grenze in ein deutsches Krankenhaus schaffen wollten und sind schließlich in Freyung gelandet“, ergänzt Papa Fabian. Die Blutwerte der schwangeren Sophia waren extrem schlecht und so hat das Krankenhaus-Team in Freyung schnell reagiert und die Überweisung an die Geburtshilfe im Klinikum Passau umgehend in die Wege geleitet. „Wir hätten keinen Tag länger warten dürfen, denn ich hatte eine schwere Schwangerschaftsvergiftung die für mich und unser Baby auch tödlich hätte enden können“, kann die Mama ihre eigene Geschichte selbst kaum glauben. „Uns war das Ausmaß der Bedrohung überhaupt nicht klar. Alles ist so unheimlich schnell gegangen und das wir hier und jetzt zu Dritt sind, haben wir der professionellen und liebevollen Behandlung und Versorgung des gesamten Teams in der Kinderklinik und der Geburtshilfe im Klinikum zu verdanken“, so Fabian Jaritz erleichtert. Anfangs wurde die kleine Verena-Sophia, nur knapp über 1000 Gramm schwer, keine Minute aus den Augen gelassen. „Wir sind hier unheimlich weich gebettet und umsorgt worden – hier fühlen wir uns in guten Händen“, danken die Eltern dem gesamten Team. Schließlich waren vor allem die ersten Stunden und Tage nach der Geburt von Ängsten und großen Sorgen um das Baby geprägt. „Ich war auf das Mama-Sein doch noch gar nicht vorbereitet.“

Mittlerweile haben die Drei zu einem echten Alltag, wenn auch in der Kinderklinik, gefunden. Die Versorgung der kleinen nehme viel Zeit in Anspruch, hinzukommen die Kuschelstunden mit Papa Fabian. „Wir sind eigentlich immer bei ihr!“ Verena-Sophia ist nach wie vor auf der Intensivstation, Mama und Papa Jaritz sind zwischenzeitlich im Ronald McDonald Haus untergebracht und können stets ganz nah bei ihrem Kind sein. „Anfangs wollten wir unbedingt nach Traunstein, jetzt sind wir sehr froh, dass wir hier gelandet sind und vor allem auch bleiben dürfen – die Räumlichkeiten und Gegebenheiten vor Ort sind ein Geschenk für uns“, so Fabian Jaritz. „Das ist jetzt unser Zuhause auf Zeit. Uns fehlt es hier an nichts. Vor allem der Austausch mit anderen betroffenen Eltern, die hier untergebracht sind, tut uns gut und hilft uns weiter.“

Auch wenn Verena-Sophia soweit stabil ist, wird Familie Jaritz voraussichtlich noch bis Ende Mai in der Kinderklinik bleiben müssen. „Wir fühlen uns hier sehr wohl und sind einfach nur dankbar, dass es eine Einrichtung wie die Kinderklinik in Passau mit dem Ronald McDonald Haus gibt.“

(Mitteilung, Kinderklinik Dritter Orden Passau)