Entscheidungsgremium tagt – Auszahlung von rund 60.000 Euro erwartet

Fürstenstein. Das erste Jahr der Vergabe des ILE-Regionalbudgets, dem neuen Förderprogramm für Kleinprojekte im ILE-Gebiet Passauer Oberland endete Anfang Oktober mit der Abschlusssitzung des Entscheidungsgremiums. Diesem Gremium gehören neben den beiden ILE-Bürgermeistern aus Tiefenbach, Christian Fürst, und Tittling, Helmut Willmerdinger, die Unternehmerin Gunda Pauli aus Witzmannsberg, Edelbrandsommelier Josef Schätzl sen. von der Hausbrennerei Schätzl in Ruderting sowie der Vorstand des Volkstrachtenvereins aus Salzweg, Richard Schenk, an.  Sie hatten gemeinsam im Frühjahr dieses Jahres zehn Kleinprojekte von Antragstellern aus dem ILE-Gebiet bewilligt.

Als zuständige Ansprechpartnerin berichtete ILE-Projektmanagerin Gabriele Bergmann dem Gremium über die mittlerweile erfolgte Abrechnung der eingereichten Projekte. Von ursprünglich zehn Projekten sind letztlich neun umgesetzt worden. Es gibt fast nichts, was über das Regionalbudget nicht gefördert werden kann. In diesem Jahr waren es beispielsweise ein neuer Jugendraum im Pfarrheim in Nammering, Parkplätze rund um die St. Kolomann-Kirche bei Neukirchen vorm Wald, die Aufwertung von Vereinsheimen bis hin zur Schaffung eines einzigartigen Geschichts- und Erholungsplatzes am Donau-Ilz-Radweg bei Tittling.

Mit Stichtag zum 20. September gingen von allen neun Antragstellern die erforderlichen Nachweise und Kostenzusammenstellungen ein. Eine entsprechende Aufstellung wurde zwischenzeitlich an das Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern zur Auszahlung der Fördergelder übergeben. Insgesamt kann die ILE Passauer Oberland nun tatsächlich rund 60.000 Euro an Zuschüssen an die Antragsteller weitergeben. Die ILE-Gemeinschaft der elf Gemeinden im Passauer Oberland übernimmt davon ihrerseits zehn Prozent.

Darüber hinaus tauschte man sich über die ersten Erfahrungen mit dem Regionalbudget aus. Dabei war man sich einig, dass die Zeit von der öffentlichen Bekanntgabe bis zur Einreichung der Förderanfragen etwas knapp bemessen war. Außerdem wurde festgehalten, dass– wegen zu zaghafter Kalkulation des einen oder anderen Antragstellers, aber auch des einen nicht zustande gekommenen Projekts – der eigentlich zur Verfügung gestandene Fördertopf in Höhe von 90.000 Euro leider nicht ganz ausgeschöpft werden konnte.

Deshalb sollte für das kommende Jahr noch intensiver für die Einreichung von Projekten geworben werden, vorausgesetzt diese Fördermöglichkeit wird es auch für 2021 weitergeben.

Sobald ein öffentlicher Aufruf dazu seitens des Fördergebers erfolgt, wird die ILE Passauer Oberland sich wieder bewerben, um möglichst viel Fördergelder ins  ILE-Gebiet zu holen. Gut ist es, wenn sich vorausschauend schon jetzt mögliche Interessenten wie Vereine, Organisationen und Gemeinden Gedanken machen, welche Projekte bis zu 20.000 Euro Nettokosten (= Kleinprojekt) in Frage kämen und Planungen dazu entwickeln. Wichtig aber in diesem Zusammenhang: Die Einreichung von Förderanfragen für Projekte ist allerdings erst nach dem öffentlichen Aufruf seitens der ILE möglich.

Abschließend wurde vereinbart, dass man an der bisherigen Zusammensetzung des Entscheidungsgremiums auch für das Jahr 2021 festhalten wird. Gemeinsam hoffe man, so alle Beteiligten, dass bald der „Startschuss“ für das Regionalbudget 2021 fallen werde und man möglichst viele interessante Projekte bewilligen könne.

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