Auftaktveranstaltung vor 150 Interessierten

Rathsmannsdorf. Die ILE Passauer Oberland hat mit ihrer Vereinsschule wohl eine Marktlücke gefüllt, kamen doch aus fast 70 Vereinen rund 150 Interessierte zu dieser Auftaktveranstaltung in die Gemeinde Windorf nach Rathsmannsdorf. Als Referent wurde der Geschäftsleiter der Vhs für Stadt und Landkreis Passau, Peter Kratzer, gewonnen.
Im Handlungsfeld „Vereine und Ehrenamt“, das von den Bürgermeistern Franz Langer aus Windorf und Helmut Wilmerdinger aus Tittlung geführt wird, hat sich die kommunale Allianz die „Vereinsschule Passauer Oberland“ als Service für die rund 660 Vereine in den elf Gemeinden einfallen lassen. Wechselnde Themenbereiche sollen den Ehrenamtlichen aus den unterschiedlichsten Vereinigungen Handreichungen geben.

Langer konnte dazu in der Veranstaltungshalle von Rathsmannsdorf auch die Bürgermeister Georg Hatzesberger und Stephan Gawlik sowie die Projektmanagerin Gabriele Bergmann begrüßen, die zusammen mit Geschäftsleiter Rudolf Haider den Abend organisiert hatte. Die Vereinsvertreter kamen aus Ortsvereinen von Salzweg bis nach Eging am See. Man wolle das Ehrenamt unterstützen, meinte Langer.

Gut vorbereitet und mit viel Material ausgestattet trat dann Peter Kratzer ans Pult. Ihm sei klar, dass hier mancher sitze, der schon ein alter Hase im Vereinswesen sei. Aber auch eine große Zahl Neuer dürfte da sein, für die die Anregungen natürlich noch wertvoller seien. Die Vhs sei Dienstleister für die Gemeinden, meinte Kratzer, die ja auch bei mancher Veranstaltung, vor allem den Volksfesten eingebunden seien. Mit dem Beginn der Freiluftsaison würden jetzt die Feste unmittelbar bevor stehen.
Kratzer zeigte in einem Power-Point-Vortrag vieles auf, was zu entscheiden und zu beachten ist und ging auch auf rechtliche Aspekte ein. Er stellte anschließend Checklisten, Ablaufpläne und seinen Vortrag elektronisch zur Verfügung. Für jeden Teilnehmer gab es einen Leitfaden für Vereinsfeiern, den die Bayerische Staatskanzlei herausgegeben hat. Die Veranstaltung müsse die Handschrift des Vereins tragen, die Seele des Vereins müsse spürbar sein und das Programm müsse zum Verein passen. Den Umfang des Programms gelte es festzulegen, den finanziellen Rahmen zu prüfen, die Zielsetzung, was man erreichen wolle und natürlich sei eine Zeitschiene, ein Zeitplan aufzustellen in dem man Meilensteine setzen solle.

Bei offenen Fragen würden die Kommunen gerne helfend einspringen. Jugendschutz, GEMA, Rettungswege, Versicherungsfragen, eine Liste der Helfer, Sondererlaubnisse bei Veranstaltungen mit Tieren, an dieses und noch vieles mehr sei zu denken. Am Ende gelte es, die Veranstaltungen aufzuarbeiten. Anschließend gab es noch Infos zur Pressearbeit, weil gerade bei Veranstaltungen die Öffentlichkeitsarbeit einen hohen Stellenwert habe. Bürgermeister Helmut Willmerdinger meinte in seinem Schlusswort, es sei alles nicht mehr so einfach wie früher, das gelte auch für die Kommunen. Deshalb sei auch das Thema so wichtig