Wer will schon bei 30 Grad an den Winter denken? Unsere Mitarbeiter in den Straßenmeistereien sind dem Wetter immer einen Schritt voraus. Für einen innovativen Verbesserungsvorschlag für den Winterdienst hat Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer jetzt zwei Mitarbeiter des Staatlichen Bauamts Passau ausgezeichnet: Sie haben eine Ausbringungsplattform für Schneezeichen entwickelt

Passau. Das Setzen von Schneezeichen ist eine personalintensive, langwierige und auch gefährliche Arbeit: Ein Mitarbeiter der Straßenmeisterei fährt den Kombi, der die Schneezeichen transportiert, zwei Kollegen marschieren hinterher und setzen die Schneezeichen. „Dabei muss die gesamte Strecke zu Fuß zurückgelegt werden und unsere Mitarbeiter sind durch den nachfolgenden Verkehr gefährdet“, sagt Straßenmeister Rainer Piser, Leiter der Straßenmeisterei Freyung.

Zusammen mit seinem Kollegen Josef Bernkopf, Werkstattleiter des Straßenbetriebsdienstes am Staatlichen Bauamt Passau, hat er eine Ausbringungsplattform entwickelt, die ganz einfach vor dem Winterdienstfahrzeug oder Lkw montiert werden kann. Auf ihr liegen die Schneestangen – sie ist so konzipiert, dass der gesamte Tagesbedarf an Schneestangen aufgelegt werden kann. Auch der Straßenwärter steht sicher auf der Plattform und kann von dort die Schneezeichen setzen. Anstelle von drei Personen werden nur noch zwei Mitarbeiter gebraucht.

Für die Mitarbeiter bringt die Ausbringungsplattform neben einer Arbeitserleichterung vor allem mehr Sicherheit, da sie nicht mehr zu Fuß dem nachfolgenden Verkehr ausgesetzt sind. Auf stark befahrenen Strecken kann auch ein Warnleitanhänger mitgeführt werden, um die Mitarbeiter noch besser abzusichern.

Zum Auszeichnungstermin brachten Straßenmeister Rainer Piser (vorne, Mitte) und sein Kollege Josef Bernkopf (hinten, links) auch den Lkw mit der angebauten Ausbringungsplattform mit. Verkehrsministerin Kerstin Schreyer und Leitender Baudirektor Robert Wufka (hinten, rechts) testeten die Plattform. Mitgekommen waren auch die beiden Straßenwärter Dominik Kilger (l.) und Stefan Madl (Foto: StMB)

Bei einem Streckennetz über 2100 Kilometern Bundes-, Staats- und Kreisstraßen, die von den Straßenmeistereien Freyung/Hauzenberg, Passau/Vilshofen, Pfarrkirchen, Deggendorf/Straubing und Viechtach/Zwiesel betreut werden, bedeutet der Einsatz der Plattform auch eine deutliche Zeitersparnis.

Verkehrsministerin Kerstin Schreyer dankte den beiden Mitarbeitern des Staatlichen Bauamts Passau für ihre gute Idee: „Herzlichen Dank für Ihren Einsatz und Ihr Engagement. Das ist Gold wert!“ Leitender Baudirektor Robert Wufka, Leiter des Staatlichen Bauamts Passau, ist stolz auf seine Mitarbeiter, die mit guten Ideen und viel Engagement im Betriebsdienst dafür sorgen, dass die Straßen in gutem und verkehrssicherem Zustand sind.

Der Lkw mit angebauter Ausbringungsplattform im Einsatz auf der B 12 bei Herzogsreut (Foto: Staatliches Bauamt Passau/Süß)
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