Immer wieder ereignen sich schwere Unfälle mit dem hydraulischen Oberlenker, wobei sich Landwirte Hand- und Fingerquetschungen zuziehen

Diese Unfälle ereignen sich, wenn dem Schlepperfahrer beim Anhängen einer Maschine an die Drei-Punkt-Hydraulik, eine zweite Person zur Hilfe geht. Die zweite Person steht dabei zwischen Schlepper und Arbeitsgerät und hängt den Oberlenker am Arbeitsgerät ein. Wenn dann die Kolbenstange am Oberlenker zu kurz ist, bekommt der Schlepperfahrer den Befehl, die Kolbenstange auszufahren.

Hat aber die zweite Person die Hand an der Kolbenstange und der Schlepperfahrer zieht die Kolbenstange aus Versehen ein und nicht aus, wird die Hand der Hilfsperson schwer gequetscht.

Von Seiten der Hersteller ist hier dringend Handlungsbedarf erforderlich.

Der hydraulische Oberlenker ist eine Maschine und muss seit 1.1.1995 der Maschinenrichtlinie entsprechen.

Die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft appelliert an alle Landwirte, die einen hydraulischen Oberlenker haben: Verlangt einen ziehharmonika-ähnlichen Schutz über der Quetschstelle. Händler müssen hier aktiv für ihre Kunden werden und aktiv eine Schutzeinrichtung von den Herstellern einfordern (Foto: SVLFG)

Diese besagt, dass keine Quetsch- und Scherstellen an Maschinen sein dürfen.

Landwirte würden sich hier Griffe wünschen, an denen sie den Oberlenker sicher greifen können, um diese Handquetscher zu verhindern.

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