Backtag in den Museumsgebäuden, Sensenmähvorführung und Museumsführung

Im Freilichtmuseum Finsterau sind die Backhäuser und alten Stubenöfen nicht nur zum Anschauen da, sondern auch regelmäßig zum Backen.

Am Sonntag, 2. Juli 2017 werden die Öfen im ganzen Museum mit Holz befeuert und auf altbewährte Weise Brotspezialitäten nach bayerischen und böhmischen Rezepten gebacken.

Aus dem Steinbackofen neben dem Kappl-Hof wird es nach herzhaftem Bauernbrot duften. Den Sauerteig haben die Museumsbäckerinnen schon am Vortag angesetzt. Am Backtag formen sie den Teig in Körbchen zu Zwei- und Vierpfündern und schießen die Laibe in den Ofen. Nach etwa eineinhalb Stunden kommen die schwarzbraunen Brote knisternd heraus.

Im Tanzerhof ist Augustin Sobotovice von der Mühle Hoslovice bei Wallern zugange. Er zaubert südböhmische Spezialitäten aus dem Backofen. Neben knusprigem Brot werden das Zapfen-Leiberl sowie Knoblauchplätzchen und süßes Buttergebäck aus Hefeteig angeboten. Der erfahrene Bäcker aus Tschechien hat aber auch ein paar befreundete Männer im Gepäck, die in traditioneller Kleidung das Mähen mit der Sense vorführen.

Beim benachbarten Raidl-Haus brennt ein Lagerfeuer, über dem Richard Bals nach der Art des Wilden Westens Kesselbrot und süße Waffeln zubereitet.
Im Petzi-Hof bäckt Marita Sammer Sengzelten. Das sind Fladen aus Brotteig, die mit Schnittlauch, Speck und Käse belegt werden. Früher nahm man dafür den Sauerteig, der beim Brotbacken übrig blieb. Quasi historische Brotfladen bäckt Jutta Koller im Schanzer-Häusl. Sie nimmt dafür Dinkelmehl, Wasser und Salz – ganz wie einst die alten Kelten.

Wer einfach nur das Museum und seine Gebäude erkunden möchte, kann dies um 14 Uhr bei einer kostenlosen Museumsführung tun.

(Bildnachweis: Freilichtmuseum Finsterau)