Fasten und Abnehmen sind populär, aber bedeuten nicht unbedingt dasselbe

Fasten hat eine lange Tradition. Schon Hippokrates (ca. 460 bis 370 v. Chr.), der griechische Arzt und Begründer der wissenschaftlichen Heilkunde, bezeichnet das Fasten als tiefgreifende Heilmethode. Auch die Benediktinerin Hildegard von Bingen (1098 bis 1179) empfiehlt häufig in ihren Schriften das Fasten als „ein ursächliches Heilmittel gegen insgesamt 40 krankmachende Lasten“.

In der Kirche ist die Fastenzeit vor Ostern ein wichtiges Ereignis. Mit dem Fasten verbindet die Kirche schon seit frühen Zeiten konkret den Verzicht auf Nahrung. Auch die meisten anderen Religionen verstehen unter „Fasten“ die Beschränkung der täglichen Nahrungsaufnahme. Im Allgemeinen meint die katholische Kirche mit „Fasten“ die einmalige Sättigung am Tag. Über diese Reduzierung der täglichen Nahrungsaufnahme spielen auch Gebete und andere Verhaltensweisen wie das Buße tun eine wichtige Rolle. Derzeit gibt es eine Weisung zur kirchlichen Bußpraxis, die 1987 von der Deutschen Bischofskonferenz beschlossen wurde und welche bis heute für die Gläubigen ihre Gültigkeit hat. Somit wird dem Fasten eine umfassendere Bedeutung als das einfache „Abnehmen wollen“ zugeschrieben.

Die ganze Geschichte abrufbar unter diesem (PDF-) Link; ‚Die Neue Woche‘, Ausgabe KW 15/19.