Ehrenblätter für 31 niederbayerische Traditionsunternehmen

Straubing. Stolz, Rührung und ein bisschen Wehmut waren wohl die Empfindungen, die unter den Gästen im Hotel Asam in Straubing vorherrschend waren: Vertreter von 31 niederbayerischen Handwerksbetrieben waren gekommen, um das langjährige Bestehen ihrer Unternehmen würdigen zu lassen. Kammerpräsident Dr. Georg Haber überreichte den Handwerkern Ehrenblätter für eine mindestens 25-jährige Betriebsdauer. Ab einer Geschichte von 100 Jahren erhielten Unternehmer das Ehrenblatt in Gold.

2.581 Jahre Handwerkstradition

Insgesamt konnten die Geehrten auf 2.581 Jahre Betriebsbestehen zurückblicken. Den größten Anteil daran, mit jeweils 370 Jahren, hatten zwei Unternehmen aus Regen: Die Privatbrauerei J.B. Falter Regen KG und die Bäckerei Konditorei Cafe`Fischer GmbH.

Haber wandte sich in seiner Laudatio an die Jubilare und hob den gesellschaftlichen Wert ihrer Arbeit hervor: „Sie haben all die Jahre verantwortungsvolles Unternehmertum bewiesen. Es kam nicht auf kurzfristige Profitmaximierung an, sondern Sie dachten stets an Ihre unternehmerische Zukunft und die Verantwortung, die Sie gegenüber Ihren Kunden und Angestellten tragen.“ Zudem würdigte der HWK-Präsident die Verdienste der Mitarbeiter, die entscheidend am Erfolg eines Betriebes beteiligt seien.

In Straubing ehrte die Handwerkskammer 30 traditionsreiche Betriebe mit dem Ehrenblatt. Es gratulierten HWK-Präsident Dr. Georg Haber (1. Reihe, 1. v. re.) und Geschäftsführer Alexander Stahl (1. Reihe, 1. v. li.) – Foto: Fotostudio Bosl

Herausforderungen als Chance sehen

Für die Zukunft wünschte Haber den Unternehmern, dass sie sich weiterhin mit Engagement und Leidenschaft für das Handwerk starkmachen und Herausforderungen wie die Digitalisierung als Chance sehen mögen. „Das Handwerk hat es immer verstanden, Schritt zu halten und sich nicht unterkriegen zu lassen. Ich bin überzeugt, dass es Ihnen als lösungserprobte Unternehmer gelingen wird, die Herausforderungen der Zukunft anzunehmen und daraus neue Erfolge zu generieren.“