Einweihung und Segnung des Waldwasserbrunnens am Gymnasium Freyung

Freyung. Mit einer Feier im kleinen Kreis hat das Gymnasium Freyung am 29. 10. 2020 seine neueste Errungenschaft eingeweiht: Den speziell für die Schulgemeinschaft angefertigten Waldwasserbrunnen. Die Idee fußt auf dem spontanen Einfall zweier Lehrkräfte während eines Essens in der schuleigenen Mensa.

Franz Anleitner und Josef Müller eruierten im Zuge der gemeinsamen Mittagspause die Gründe für die Vorliebe der Schüler für ausschließlich süße Getränke. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass die Bereitschaft, Geld für Wasser auszugeben, eher gering sei. Daher sei ein Brunnen, der frisches Wasser stets kostenlos liefere, eine geeignete Möglichkeit, die Schüler für gesunde Ernährung zu sensibilisieren.

Franz Anleitner und Josef Müller unterbreiteten ihr Vorhaben unmittelbar der Schulleiterin, Frau Barbara Zethner, die die Aktion ihrer Kollegen begeistert befürwortete. Aus einer Bandbreite an verschiedenen Angeboten – mit / ohne Sprudel, gekühlt / nicht gekühlt, Tisch- / Standgerät etc. – entschieden sich die beiden Organisatoren letztlich dafür, mit dem regionalen Wasserversorger „Waldwasser“ zusammenzuarbeiten.

Stolz präsentiert die Schulleiterin Barbara Zethner nach der offiziellen Enthüllung den neuen Waldwasserbrunnen des Gymnasiums Freyung (Foto: Josef Müller)

Waldwasser, vertreten durch Herrn Hermann Gruber, dem Werkleiter der Wasserversorgung Bayerischer Wald, und Herrn Thomas Haftner, dem Monteur, unterstützte das Gymnasium Freyung bei der Planung und Durchführung dieses zukunftsweisenden Projekts – auch finanziell. Während ein Drittel der Kosten des Brunnens durch den Erlös der Einnahmen des Schulfests gedeckt sind, übernimmt Waldwasser zwei Drittel. Auch die Wartung des Brunnens obliegt Waldwasser. Dass es sich um ein von Frau Edeltraud Göpfert für das Gymnasium Freyung eigens angefertigtes Unikat handelt, trägt sicherlich auch dazu bei, die Schüler für das Wasser zu begeistern.

Mit der coronabedingt „kleinen, aber feinen Feierstunde“ (Barbara Zethner) wurde der Künstlerbrunnen würdig eingeweiht. Für eine festliche Stimmung sorgte auch die Volksmusikgruppe des Gymnasiums mit ihren wie immer hervorragenden musikalischen Beiträgen. Die Pfarrer, Frau Dr. Ulrike Kuschel (evangelisch), Magnus König (katholisch) und Michael Fritz (altkatholisch), segneten den Brunnen gemeinsam, bevor die weiteren geladenen Gäste noch einmal die Bedeutung dieses zukunftsweisenden Projekts betonten.

Sebastian Gruber betont die Bedeutung der Ressource Wasser und lobt den Waldwasserbrunnen als richtungsweisendes Projekt (Foto: Carina Rendchen)

Herr Hermann Gruber mahnte, es sei Teil des Erziehungsauftrags, den Kindern diese Bedeutung des Wassers nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten zu vermitteln. Sie müssten begreifen, dass sowohl die Pflanzen- als auch die Tiergesundheit von gutem Wasser abhängig sei, und es Aufgabe des Menschen sei, die Wasserqualität zu schützen.

Der Landrat und ehemalige Freyunger Gymnasiast, Herr Sebastian Gruber, betonte, mit dem Brunnen sei ein Gemeinschaftswerk in Betrieb genommen worden. Aufgabe der Paten des Brunnens sei es, gut auf diesen zu achten.

Neben Gerd Ruhland (ehemalige Lehrkraft und Kreisheimatpfleger), dem Elternbeirats- und Fördervereinsvorsitzenden Christian Fuchs und den Lehrkräften Franz Anleitner und Josef Müller sprach er dabei vor allem die Schülersprecher, derzeit vertreten durch Kjell Prent, Felix Binder und Elena Putz, an.

Sebastian Gruber wies auch darauf hin, dass das Gymnasium Freyung mit diesem Projekt einen Beitrag zu einer aktuellen Zielsetzung des Bayerischen Umweltministeriums leiste: Thorsten Glauber habe erst am Vortag in seiner Regierungserklärung gefordert, der Wert der Ressource Wasser müsse wieder besser in dem Bewusstsein der Bevölkerung verankert werden. Es bleibt zu hoffen, dass die Schüler den Brunnen künftig eifrig nutzen, sodass dieser zu einem weiteren Mittelpunkt der Schulgemeinschaft wird – ein Ort, an dem alle zusammenkommen.

Segnung des Waldwasserbrunnens durch Pfarrerin Dr. Ulrike Kuschel und die Pfarrer Magnus König und Michael Fritz (von rechts) – Foto: Carina Rendchen)
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