Vertreter des Staatlichen Bauamtes Passau, Bürgermeister Florian Gams und der neue Stadtbaumeister der Stadt Vilshofen, Klaus Griebl, besprechen bei einem Ortstermin das weitere Vorgehen an der Vilshofener Straße (St 2083)

Vilshofen. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hat oberste Priorität und dabei muss der Fußgänger als schwächster Verkehrsteilnehmer eine besondere Aufmerksamkeit erfahren. Dies wurde bei einer gemeinsamen Ortseinsicht von Vertretern des Staatlichen Bauamtes Passau und der Stadt Vilshofen wiederholt zum Ausdruck gebracht. Nachdem vor wenigen Wochen an der Beutelsbacher Straße (St 2324) eine Ampel aufgestellt wurde, trafen sich jetzt Eva-Maria Honigl, Abteilungsleiterin am Staatlichen Bauamt Passau, der zuständige Gebietsinspektor Christian Ritzinger, Bürgermeister Florian Gams und der neue Stadtbaumeister der Stadt Vilshofen, Klaus Griebl, um das weitere Vorgehen an der Vilshofener Straße (St 2083) zu besprechen.

Intensive gemeinsame Planungen und viele Gespräche zwischen Stadt, Staatlichem Bauamt, Polizei und der Unteren Verkehrsbehörde am Landratsamt Passau haben diese Kompromisslösung ermöglicht. Denn für Fußgängerampeln müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein: So muss zum Beispiel eine gewisse Anzahl von querenden Fußgängern vorhanden sein, auch Sichtverhältnisse spielen bei der Beurteilung eine wichtige Rolle.

In Aunkirchen reichen die Querungszahlen an der St 2083 nicht aus, auch die Sichtverhältnisse liegen unter den geforderten Abständen. Zudem fehlte zunächst ein geeigneter Platz, an dem die Fußgänger in sicherem Abstand zu den vorbeifahrenden Autos auf die Grünphase warten konnten. Daher lehnte das Staatliche Bauamt die ersten Anfragen ab und schlug einen räumlich geeigneteren Alternativstandort vor. Nach einer weiteren Verkehrsschau wurde ein Kompromiss gefunden: Die Mitglieder des Gremiums verständigten sich auf den ersten Standortvorschlag, die fehlenden Sichtverhältnisse sollen mithilfe einer Vorwegweisung ausgeglichen werden.

Die Stadt Vilshofen plant derzeit die Umsetzung der in der Verkehrsschau festgelegten Maßnahmen. Dazu zählen die Verlegung der bestehenden Bushaltestelle in die Nähe der geplanten Ampel und eine Ergänzung der Gehwege zum Wartebereich für die Fußgänger. Zur Realisierung der Maßnahmen wurde von der Stadt Vilshofen im letzten Jahr ein Gebäude erworben, welches abgebrochen werden soll. Die Gestaltung der Fläche erfolgt in enger Abstimmung der Stadtverwaltung mit dem Arbeitskreis Dorfladen, dem Arbeitskreis Dorferneuerung sowie allen beteiligten Fachstellen. Bürgermeister Florian Gams zeigte sich zuversichtlich, dass die grundsätzlichen Fragen zur Gestaltung in den nächsten Wochen geklärt sind und man dann in die Detailplanung gehen kann.

Die bereits aufgestellte Fußgängerampel in Aunkirchen erhöht die Sicherheit der Fußgänger an der Beutelsbacher Straße (St 2324). Sie wurde auf Vorschlag des Staatlichen Bauamts aufgestellt und ergänzt die noch geplante Ampel an der St 2083 (Vilshofener Straße). Bei dem Ortstermin wurde auch die neue Querungshilfe beim Neubaugebiet Aunkirchen besprochen. „Damit können wir die künftigen Bewohner des neuen Baugebiets sicher an die Ortschaft anbinden“, erklärte Bürgermeister Florian Gams. Die Querungshilfe an dieser Stelle dient vor allem aber auch der Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer, da sie sich in unmittelbarer Nähe zum Kindergarten befindet.  

Die gute Zusammenarbeit und Kompromissbereitschaft aller beteiligten Behörden hat zu diesem Ergebnis geführt, ebenso zu der Ampellösung in Vilshofen. Dort wurde ebenfalls ein Kompromiss erzielt und letztlich sogar mehr umgesetzt, als ursprünglich gefordert wurde. Statt einer einfachen Fußgängerampel wurde eine intelligente (verkehrsabhängige) Ampel mit Vollsignalisierung errichtet. An zwei Stellen erleichtert diese nun Fußgängern die Querung der Staatsstraße sowie zusätzlich der Kloster-Mondsee-Straße. Die intelligente Ampelsteuerung hilft, Staus zu vermeiden. Autofahrer, die aus der Kloster-Mondsee-Straße auf die St 2083 einbiegen wollen, profitieren ebenfalls von der Ampel.

Bis zur Fertigstellung der Ampelanlage wurde ein Helfer-Überweg mit Unterstützung der Polizei eingerichtet, um die Sicherheit der Fußgänger vorübergehend zu verbessern.

Bei der Umsetzung der Lichtsignalanlagen erhielt die Stadt Vilshofen volle Unterstützung vom Staatlichen Bauamt und der Verkehrsbehörde am Landratsamt. Kurzfristig und unbürokratisch wurden Markierungs- und Beschilderungspläne geprüft, freigegeben und angeordnet, so dass die Arbeiten schnellstmöglich erledigt werden konnten.

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