Grenzüberschreitende Zusammenarbeit hat Zukunft

MdL Manfred Eibl (FREIE WÄHLER) und sein Fraktionskollege Tobias Gotthardt, Vorsitzender des Ausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie regionale Beziehungen besuchten die Geschäftsstelle der EUREGIO Bayerischer Wald – Böhmerwald – Unterer Inn, um sich über die neue Interreg-Förderperiode 2021-2027 zu informieren. Sie waren in Begleitung zahlreicher Mitglieder der Kreistagsfraktionen FW Grafenauer Land sowie CWG/FW, unter ihnen der stellvertretende Landrat Franz Brunner. Geschäftsführer Kaspar Sammer informierte ausführlich über die EUREGIO. Diese existiert seit 1993 und ist ein grenzüberschreitender Zusammenschluss von Städten, Gemeinden, Landkreisen und Verbänden/Vereinen in der bayerisch-tschechisch-oberösterreichischen Grenzregion, somit ein kommunaler Verband, zu dem auf bayerischer Seite die Landkreise Cham, Straubing-Bogen, Regen, Deggendorf, Freyung-Grafenau, Passau und Rottal-Inn gehören, sowie die kreisfreien Städte Passau und Straubing. Die EUREGIO kümmert sich um die Umsetzung von Partnerschaften und arbeitet daran, Gemeinsamkeiten der Geschichte, Kultur, Wirtschaftsbeziehungen und des öffentlichen Lebens zu beleben und die grenzübergreifende Zusammenarbeit zu stärken, zum Beispiel Koordination, Planung und Entwicklung in politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Themenbereichen und die Vertretung regionaler Interessen und Inhalte. So ist die EUREGIO Anlaufstelle für grenzüberschreitende Projekte und vertritt die Grenzregion auf europäischer Ebene in der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (A-GEG). Zudem informiert sie Bürger über relevante Themen der Europäischen Union und berät bei der Beschaffung von nationalen und europäischen Fördermitteln.

Eine bereits im Mai 2018 angekündigte größere Kürzung der Finanzmittel für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit fällt aller Voraussicht nach nun doch wohl deutlich moderater aus, so dass die Arbeit im bisherigen Umfang weitergeführt werden kann.

In den vergangenen Jahren standen Mittel aus den INTERREG-Programmen in Höhe von ca. 150 Mio. Euro für den bayerisch-tschechischen und bayerisch-österreichischen Grenzraum zur Verfügung. Ab Mitte 2021 wird das Förderverfahren dahingehend vereinfacht, vor allem für kleinere Projekte Zuschüsse in Form von Pauschalen zu gewähren.

EUREGIO-Mitarbeiterin Donata Di Taranto stellte abschließend eine weitere bemerkenswerte Aktivität vor. Unter dem Titel „Gemeinsame Sprache – gemeinsame Zukunft“ soll die Sprachbarriere im deutsch-tschechischen Grenzraum durch Sprachunterricht an Grundschulen sowie weiterführenden Schulen auf beiden Seiten der Grenze abgebaut werden. Durch Exkursionen ins Nachbarland und Besuche deutscher und tschechischer Firmen im Grenzgebiet sollen Firmenkontakte aufgebaut werden und so Perspektiven für eine Zukunft auf dem deutschen bzw. tschechischen Arbeitsmarkt für Jugendliche aus dem Grenzgebiet entstehen. Manfred Eibl dankte dem Team der EUREGIO für den informativen und bereichernden Nachmittag.

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