Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, lag der Güterumschlag der bayerischen Binnenschifffahrt im Jahr 2015 bei 7,38 Millionen Tonnen und damit 14,3 Prozent unter dem Stand des Vorjahres. Im Maingebiet wurden 4,13 Millionen Tonnen verladen (-10,0 Prozent) und im Donaugebiet 3,26 Millionen Tonnen (-19,2 Prozent). Die umschlagstärksten Häfen an der Donau waren Regensburg und Straubing-Sand, am Main waren es Aschaffenburg und Lengfurt. Es wurden hauptsächlich land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse
sowie Erze, Steine und Erden zu Wasser transportiert.

Insgesamt 7,38 Millionen Tonnen Güter und somit 14,3 Prozent weniger als im Vorjahr wurden im Jahr 2015 in den bayerischen Häfen der Bundeswasserstraßen von Passau über Nürnberg bis Aschaffenburg umgeschlagen. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden rund 3,05 Millionen Tonnen eingeladen und über 4,33 Millionen Tonnen Güter ausgeladen. Der Güterumschlag im Maingebiet lag bei 4,13 Millionen Tonnen und entsprach einem Anteil von rund 56 Prozent.

Güterumschlag1

Der Güterumschlag an der Donau ging in 2015 um 19,2 Prozent auf 3,26 Millionen Tonnen zurück, in den Mainhäfen sank er um 10,0 Prozent. Die umschlagstärksten Häfen waren Regensburg mit 1,58 Millionen und Aschaffenburg mit 0,80 Millionen Tonnen. Insgesamt meldeten sich 9 493 Schiffe mit Umschlagsgütern an und ab, davon befuhren mit 52,8 Prozent etwas mehr als die Hälfte der Schiffe (5 015) die Donau. Zu Wasser wurden von den 7,38 Millionen Tonnen Güterumschlag hauptsächlich „Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei“ (23,5 Prozent) und „Erze, Steine und Erden, sonstige Bergbauerzeugnisse“ (21,4 Prozent) transportiert. Weitere 11,8 Prozent entfallen auf Schüttgüter der Abteilung „Chemische Erzeugnisse“. Möglicherweise setzt sich mit dem Rückgang des Güterumschlags im Jahr 2015 ein Abwärtstrend fort, der sich bereits über viele Jahre beobachten lässt. Das Jahr 2014 hatte mit einem Güterumschlag von 8,6 Millionen Tonnen nach einer Trendwende ausgesehen. Die Daten des Jahres 2015, die nun deutlich unter der 8 Millionen-
Tonnen-Marke liegen, deuten eher auf einen allgemeinen Rückgang hin.

Güterumschlag2

(Mitteilung, Bayerisches Landesamt für Statistik v. 16.03.2016)