MdL Rosi Steinberger fordert eine Strategie – 43 Kilo wirft jeder Haushalt jährlich weg

Landshut. „Nur mit einem gut ausgearbeiteten Plan schaffen wir es, dass weniger Lebensmittel weggeworfen werden“, sagt MdL Rosi Steinberger, Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz. „Damit schützen wir zugleich Klima und Ressourcen.“ Deshalb hat sie zusammen mit anderen grünen Landtagsabgeordneten den Antrag „Strategien gegen die Lebensmittelverschwendung in Bayern ergreifen“ in den Bayerischen Landtag eingebracht.

Der Grüne Antrag entstand nach einem Fachgespräch mit Expertinnen aus den Bereichen Einzelhandel, ehrenamtlicher Lebensmittelrettung und Verwaltungsrecht. „Die Initiativen in Bayern zur Lebensmittelrettung beruhen hauptsächlich auf dem Engagement von Ehrenamtlichen und engagierten Einzelpersonen. Systematisch passiert aber viel zu wenig, um mehr Lebensmittel vor der Tonne zu retten“, sagt Gisela Sengl, Sprecherin für Landwirtschaft und Ernährung, über die aktuelle Situation. Bei den Gesprächen wurde klar, dass vielerorts oft Unsicherheit herrscht, ob noch essbare Lebensmittel ohne Haftungsrisiko weitergegeben werden können. „Das Fachgespräch ergab, dass dies für den Einzelhandel mittels Restekiste problemlos möglich ist. Über solche Möglichkeiten muss von politischer Seite Klarheit geschaffen werden“, sagt Rosi Steinberger. Auch regionale Vermarktungsstrukturen und die Ernährungsbildung müssten gestärkt werden. Die beiden Politikerinnen sind überzeugt, beim Thema Lebensmittelverschwendung muss viel mehr getan werden.

Steinberger kritisiert die Blockadehaltung der Söder-Regierung: „43 Kilo noch verzehrbare Lebensmittel werden jedes Jahr pro Haushalt in Bayern weggeworfen, dazu kommen noch die Mengen aus Einzelhandel, Außer-Haus-Verpflegung und Verarbeitung – auch wenn die Söder-Regierung unseren Antrag abgelehnt hat, sehen wir eine dringende Notwendigkeit, hier aktiv gegenzusteuern.“


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