Malteser verjüngen ihren Fuhrpark

Passau. Kürzlich machten sich fünf Mitarbeiter der Malteser auf nach Roth bei Nürnberg. Fahrdienstleiter Bernhard Kilger, der fuhrparkverantwortliche Disponenten Dietmar Walter sowie die Fahrer Gerhard Wimberger, Ernst Käser und Karl Schenk nahmen bei Auto-Fiegl vier neue Behindertentransportwagen (BTW) in Empfang.

Der Fahrdienst der Malteser verfügt aktuell über einen Fuhrpark von 5 PKW, 7 Kleinbussen sowie 91 BTW, davon 33 BTW für Rollstuhlbeförderung. Seit mehr als 40 Jahren bieten die Malteser beeinträchtigten Mitbürgern damit mehr Bewegungsfreiheit und Mobilität. Von Anfang an – und daran hat sich bis heute nichts geändert – legen die Verantwortlichen ein großes Augenmerk auf optimal geschultes Personal sowie auf einen modernen Fuhrpark, der mindestens den gesetzlichen Anforderungen entspricht, dessen Ausstattung in der Regel aber darüber hinausgeht. Dabei profitieren sie natürlich von ihren Erfahrungen.

Die Schlüsselübergabe der vier BTW durch Verkaufsberaterin Monique Prudlo war nur der Anfang einer Verjüngungsaktion, die die Malteser 2020 planen. „Heuer werden 25 Fahrzeuge, alle behindertengerecht gemäß vorgeschriebener DIN 75078 ausgebaut, beschafft. Davon sind sieben Fahrzeuge für die Rollstuhlbeförderung und 18 Fahrzeuge für Menschen mit Beeinträchtigungen ausgebaut“, erklärt Bernhard Kilger.

Vor allem der Ausbau nach der für Fahrzeuge im Behindertenfahrdienst vorgeschriebenen DIN 75078 Teil 1 und Teil 2 ist den Maltesern sehr wichtig. „Auch der Gesetzgeber hat die Wichtigkeit eines DIN-konformen Ausbaus erkannt. So ist die DIN 75078 in der Straßenverkehrsordnung StVO und Straßenverkehrs-Zulassungsverordnung StVZO berücksichtigt. Ein Verstoß gegen die Normen im Bereich der Rollstuhlsicherung findet sich im Bußgeldkatalog“, so Bernhard Kilger weiter. Den gesetzlichen Regelungen nachzukommen ist für die Malteser selbstverständlich. Schließlich geht es hier um Menschenleben.

„Die durchgeführten Umbaumaßnahmen an den handelsüblichen PKW und Kleinbussen dienen nicht nur der Sicherheit der Fahrgäste, sondern auch der aller Verkehrsteilnehmer“, betont Bernhard Kilger. „Schon allein die Zusatzblinkleuchten oben am Heck der Fahrzeuge weisen an Haltestellen weithin sichtbar andere Verkehrsteilnehmer auf eine mögliche Gefahrenstelle hin. Zusätzlich angebaute Trittstufen und Haltegriffe ermöglichen den beeinträchtigten Fahrgästen einen sicheren Ein- und Ausstieg.“

Im Bereich der Beförderung von Personen im Rollstuhl setzen die Malteser auf Hebelifte. Der Ausbau der Fahrzeuge mit diesen erfordert eine nicht gerade unerhebliche Mehrinvestition. Das ist den Maltesern aber die Sicherheit ihrer Fahrgäste auf jeden Fall wert. Mit dieser Philosophie fahren sie seit mehr als vier Jahrzehnten sehr gut – und ihre Fahrgäste natürlich auch.

Zudem ist ein Hebelift für die Fahrer und Busbegleitungen eine Arbeitserleichterung. Denn so müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keine Rollstühle mehr über oft viel zu steile Auffahrrampen in den Fahrgastraum schieben. Außerdem besteht so keine Gefahr, insbesondere bei Nässe auszurutschen und mit dem Rollstuhlfahrgast zu stürzen.

„Mein Wunsch ist es, alle, die hilfsbedürftige Mitmenschen befördern, dahingehend sensibilisieren zu können, ebenfalls auf den Umbau der eingesetzten Fahrzeuge gemäß DIN 75078 Teil 1 und 2 zu bestehen. Hier sollte mehr auf das Wohl der beeinträchtigten Mitmenschen geachtet werden als auf die Kosten“, bekräftigt Bernhard Kilger.

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