Neureichenau, Dreisessel – Am World Ranger Day solidarisierten sich Ranger*innen des Naturparks Bayerischer Wald und des Nationalparks Šumava mit den Kollegen und Kolleginnen weltweit. Am Dreisessel informierten sie die Besucher am Freitag über die Aufgaben, aber auch die Schwierigkeiten des Ranger-Berufs in anderen Teilen der Welt. Die Ranger*innen erhielten dafür viel positive Resonanz.

Was machen Ranger? Diese war eine von vielen Fragen, die den Besuchern des Dreisessels im Rahmen eines Rätsels von Ranger*innen des Naturparks Bayerischer Wald und des Nationalparks Šumava gestellt wurden. „Für Natur begeistern“ war die richtige Antwort. „Das ist uns unser wichtigstes Anliegen“, sagt Lukas Maier, Ranger beim Naturpark Bayerischer Wald. „Natürlich gibt es noch weitere Aspekte, auch ernste Worte oder Bußgelder bei Verstößen gegen die Schutzgebietsverordnungen zählen dazu“, ergänzt Markéta Zemková, Rangerin beim Nationalpark Šumava. Am Dreisessel verliefen die Begegnungen mit den Besucher*innen meist überaus positiv. Nur selten wären einzelne Personen uneinsichtig. Unter ganz anderen Bedingungen müssen allerdings die Kolleg*innen von Maier und Zemková in anderen Teilen der Welt arbeiten.

In ihrem Einsatz für die Natur verlieren jährlich weit über 100 Ranger*innen ihr Leben, vor allem in Afrika, Asien sowie in Süd- und Mittelamerika. Der Ranger-Weltverband International Ranger Federation und die Thin Green Line Foundation, die u.a. mit Hilfe von gesammelten Spenden eine finanzielle Unterstützung für die Hinterbliebenen der im Dienst getöteten Ranger*innen ermöglicht, haben deshalb 2007 den World Ranger Day ausgerufen, der in jedem Jahr am 31. Juli mit zahlreichen Aktionen Aufmerksamkeit erregt.

„Wir wollten aber nicht nur mit einem ernsten Thema, sondern auch auf eine positive Art auf die Besucher zugehen“ ergänzt Marco Müller, dessen Einsatzgebiet der Dreisessel seit Mai vergangenen Jahres ist. Mit einem Natur-Quiz wurden Wanderer auf die Probe gestellt. Damit sich nicht zu viele Besucher gleichzeitig am Infostand tummeln und die Abstandsregeln eingehalten werden können, wurde das Quiz entzerrt und die Fragen entlang des Wanderwegs positioniert.

Besuch bekamen die Ranger*innen von der Leiterin des Forstbetriebs Neureichenau der Bayerischen Staatsforsten, Gudula Lermer, sowie der dort zuständigen Revierleiterin, Sarah Scholz. „Damit wollen wir zum Ausdruck bringen, dass wir die Arbeit der Ranger*innen sehr schätzen, die mit ihrer Arbeit am Dreisessel einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Auerhuhns leisten, einer Tierart, die in unserer täglichen Arbeit auch eine große Bedeutung hat“, so Lermer.

Schon das zweite Jahr in Folge haben sich die Ranger*innen des Naturparks Bayerischer Wald und des Nationalparks Šumava anlässlich dieses Tages am Dreisessel getroffen. Da die grenzüberschreitende Zusammenarbeit so hervorragend klappt und die Resonanz der Besucher*innen so positiv war, wird das nicht die letzte gemeinsame Aktion gewesen sein, darin waren sich alle einig.

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