Freyung (B 12, B 533 und B 85). Betäubungsmittelverstöße, Vergehen nach dem Waffengesetz, unerlaubt eingereiste Personen, mit Haftbefehl gesuchte Personen und vieles mehr.

Es gelang den Beamten der Grenzpolizeigruppe Freyung während des Sommers trotz widriger Umstände aufgrund der Corona-Pandemie zahlreiche Straftäter dingfest zu machen. In 18 Fällen fanden die Polizisten Drogen, die von den kontrollierten Personen mitgeführt wurden. 16 Fahrer von Kraftfahrzeugen, die unter dem Einfluss von Betäubungsmittel standen, erwartet ein empfindliches Bußgeld und ein einmonatiges Fahrverbot.

In Sachen Fahrtüchtigkeit erwischte es auch vier Verkehrsteilnehmer, die alkoholisiert unterwegs waren. Drei davon befanden sich noch im Bereich einer Ordnungswidrigkeit.  Bei einem Fahrer wurde aufgrund erheblicher Alkoholisierung Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr erstattet. Auch hier waren Bußgelder und Fahrverbote und bei der Trunkenheit im Verkehr ein Fahrerlaubnisentzug sowie eine Geldstrafe die Folge.

Ohne die erforderliche Fahrerlaubnis waren 20 Fahrzeuglenker unterwegs und bei 10 kontrollierten Fahrzeugen fehlte der erforderliche Haftpflichtversicherungsschutz für Kraftfahrzeuge. Bei letzteren sind im Falle eines Verkehrsunfalls zivile Streitigkeiten bezüglich der Schadensregulierung vorprogrammiert. Unzulässige Kennzeichen waren an 10 Fahrzeugen angebracht. In all diesen Fällen wurden Strafverfahren eingeleitet.

Die Fahnder stellten neben acht Urkundenfälschungen 14 Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz fest. Diese Personen waren in Regelfall zuvor illegal aus dem Ausland eingereist und hielten sich in der Folge unerlaubt in Deutschland auf.

Zudem fanden die „Grenzer“ verbotene Elektroschocker, Butterflymesser sowie nicht zugelassene Pfeffersprays und leiteten entsprechende Ermittlungsverfahren nach dem Waffengesetz ein.

Schließlich ergaben Abfragen in polizeilichen Informationssystemen insgesamt 29 Fahndungstreffer. Im Regelfall werden dabei gestohlene oder verloren gegangene Dokumenten wie Personalausweise, Führerscheine oder Fahrzeugscheine im System gesucht. Nach drei Personen wurde aufgrund eines bestehenden Haftbefehls gefahndet. Durch Bezahlen der geforderten Geldstrafe konnten die drei zu ihrem Glück den Aufenthalt hinter „Schwedischen Gardinen“ bzw. eine Inhaftierung verhindern.

Ein besonderes „Schmankerl“ aus polizeilicher Sicht war die Beschlagnahme eines Pkw, Audi A 4, mit österreichischen Kennzeichen. Nach dem Auto wurde europaweit gesucht, weil es sich der Fahrer und dessen Beifahrer in Österreich durch Betrug aneigneten. Die angebrachten österreichischen Kennzeichen erwiesen sich als Totalfälschung.  Mit derselben Masche waren die Männer in Österreich bereits mehrfach tätig. Gegen die beiden Täter leitete die Grenzpolizeigruppe Freyung ein Strafverfahren ein. Die Rückgabe des Pkw an den rechtmäßigen Eigentümer in Österreich wird derzeit vorbereitet.

Der beschlagnahmte Pkw (Foto: Grenzpolizeigruppe Freyung)
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