Lästiges Unkraut und heilsame Wildpflanze – das sind die zwei Seiten des Giersch. Ursprünglich eine Waldpflanze, hat sich die Staude mit den kümmelähnlichen Blütendolden auch in Gärten ausgebreitet.

Dort wird sich der Giersch meist als hartnäckiges Unkraut bekämpft. Dabei wäre er auch eine kostenlose Gemüsepflanze, die man im Mittelalter eigens angebaut hat. Gegen Gicht und Rheuma wurde sie eingesetzt, weshalb sie im Volksmund auch Zipperleinskraut heißt. Ein Pflanzenkurs im Freilichtmuseum vermittelt, wie man den Giersch erkennt, welche Inhaltsstoffe er besitzt und wie er schmackhaft zubereitet werden kann. Dies vor allem im Frühjahr aus den frisch ausgetriebenen Blättern. Die Kräuterpädagogin Marita Sammer wird mit den Kursteilnehmern ein dreigängiges Menü zubereiten. Zum Auftakt gibt es eine Giersch-Paprika-Suppe.

Beim Hauptgericht gesellt sich der Giersch im Kräuterdip und im Frühlingssalat zu gefüllten Auberginen im Sesammantel. Und als Gundel-Giersch-Creme lässt er sich sogar in eine Nachspeise verwandeln.

Passend zum Fortschritt der Vegetation bietet das Museum weitere Kurse unter dem Motto „Kleine Pflanzenkunde“ an. Am 18. Juni geht es um den Holunder und am 23. Juli um das Mädesüß.

Termin: Samstag, 21. Mai 2016 (14 Uhr)

Kursleitung: Marita Sammer, Kräuterpädagogin und staatl. geprüfte Diätköchin
Mitzubringen: Schürze und Geschirrtuch
Unkostenbeitrag: 25 Euro inkl. Material und Museumseintritt
Anmeldung bis 19. Mai unter 08557-9606-0