Unterschriftenliste der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

Mit seinem grundlegenden Urteil kippte der Europäische Gerichtshof (EuGH) die Arzneimittelpreisbindung für ausländische Versandapotheken. Deutsche Apotheken unterliegen der Arzneimittelpreisbindung. Die große niederländische Versandapotheke DOC Morris beispielsweise wirbt seit Oktober letzten Jahres mit Rabatten für rezeptpflichtige Medikamente auf ihrer Internetseite.

“Versicherte können unter bestimmten Voraussetzungen auch Arzneimittel von Versandapotheken anderer europäischen Staaten bestellen. Derzeit ist der Versand von Arzneimitteln aus Island, den Niederlanden, Schweden (nur verschreibungspflichte Arzneimittel), Tschechien (nur nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel) und dem Vereinigten Königreich ausdrücklich zugelassen. Grundsätzlich müssen ausländische Versandapotheken, die in der EU oder in einem anderen Vertragsstaat des Europäischen Wirtschaftsraumes ansässig sind und Arzneimittel nach Deutschland versenden, gleichwertige Standards erfüllen wie deutsche Apotheken und kompetente Beratung in deutscher Sprache gewährleisten.“
(Zitat aus der Internetseite des Bundesgesundheitsministerium)

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hat zwischenzeitlich über ihre Apotheken eine Aktion mit Plakaten und Unterschriftslisten gestartet. Bis 1. März 2017 kann sich jeder in die Listen eintragen. “Gesundheitssystem in Gefahr“ ist das Motto der Aktion. Ziel ist ein Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln durch ausländische Versandapotheken zu erreichen. Nach EU-Recht kann ein Mitgliedsstaat dies tun, wenn es zum Schutz der Gesundheit und des Lebens von Menschen notwendig ist.

(Die ganze Story abrufbar unter diesem PDF-Link; ‚Die Neue Woche‘, Ausgabe KW 07/17)

(Bild: Apotheke in Schöfweg – Foto: Muw/r.demont)