Das Milch-Taxi (Foto: SVLFG / Lydia Bruckmaier)

Wer nicht schleppen will, fährt Taxi!

Bäuerin stürzt auf dem Weg zu den Kälberiglus schwer, denn sie kann das Gleichgewicht auf der vereisten Fläche und mit den Tränkeeimern in der Hand nicht mehr halten – dieser Unfall ereignete sich Anfang 2021.

Doch nicht nur in der kalten und eisigen Jahreszeit ist das ‚Schleppen‘ von Tränkeeimern aus der Milchkammer zu den Kälberiglus ein Risiko für die eigene Gesundheit. Stets wird durch die teils einseitige und schwere Belastung der Wirbelsäule geschadet. Rückenschmerzen und Probleme mit den Bandscheiben können die Folge sein und sind äußerst schmerzhaft.

Wer seiner Gesundheit Gutes tun und kein ‚Schlepper‘ mehr sein will, sollte daher lieber (Milch-)Taxi fahren.
Die Anschaffung eines Milch-Taxis bringt einige Vorteile für denjenigen, der sich um die Kälberaufzucht kümmert sowie für den Betriebsablauf:

  • Zeitsparende und ergonomisch sinnvolle Lösung in der Kälberaufzucht.
  • Entzerrung des Arbeitsprozesses.
  • Schweres und einseitiges Tragen der Tränkeeimer entfällt.
  • Schonung des Muskel-Skelett-Systems und Vorbeugen von Rückenschmerzen ist möglich.
  • Kein Verschütten wertvoller Milch auf dem Weg von der Futterkammer zum Kälberiglu; dadurch sinkt im Winter außerdem das Risiko von Glatteisunfällen.

Welches Milch-Taxi in Frage kommt, testet man unbedingt vor dem Kauf. Denn nur, wenn die Arbeit damit gewünscht erledigt werden kann, wird man das Taxi auch einsetzen und die Erleichterung sowie Vorteile genießen!

Milch-Taxis brauchen auch bauliche Voraussetzungen

Einfaches Fahren mit dem Milch-Taxi, ohne das Überwinden großer Höhenunterschiede, sind Voraussetzung.

Das Milch-Taxi (Foto: SVLFG / Lydia Bruckmaier)

Die Berater der Berufsgenossenschaft helfen gerne, das Sicherheitsniveau und die Ergonomie im betroffenen Betrieb zu steigern. Darüber hinaus gibt es aus der ‚Präventionsabeilung‘ ein Seminar „Dem Rücken den Rücken stärken“. Weitere Infos dazu unter https://www.svlfg.de/den-ruecken-staerken-grundkurs.