Mein Handy, die Keimschleuder

Hygiene fürs Smartphone in Zeiten von Corona

In den vergangenen Monaten war das Thema „Händewaschen“ unser ständiger Begleiter, da die Hände als die häufigsten Überträger von Krankheitskeimen gelten. Aber wie sieht es eigentlich mit der Hygiene unseres Smartphone aus, welches wir ständig in unseren Händen halten?

Durchschnittlich 2500 Mal am Tag tippen wir auf das Display und hinterlassen dabei nicht nur Keime, sondern auch fettige Fingerabdrücke, Hautschuppen sowie Kosmetik- und sogar Lebensmittelreste. Grund genug, das Handy regelmäßig gründlich zu reinigen und zu pflegen. Was es zu beachten gilt, damit das Gerät sauber wird, aber dennoch einwandfrei funktioniert, erklärt Ulrike Birmoser, Hauswirtschaftsmeisterin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB).

Entfernen Sie als erstes alle Anschlüsse, schalten Sie das Gerät aus und lassen Sie es abkühlen. Nehmen Sie, falls vorhanden, das Handy aus der Hülle. Diese lässt sich sehr gut mit lauwarmem Wasser und einem Tropfen Neutralreiniger säubern, anschließend gut abtrocknen.

„Staub und Schmutz, der sich in den Anschlussbuchsen für Ladekabel oder Kopfhörer sammelt, entfernen Sie am besten mit einem weichen, trockenen Wattestäbchen. Achten Sie darauf, dass keine Watteflusen in der Buchse zurückbleiben. Von der Verwendung von Zahnstochern raten wir ab, da hier leicht Kontakte beschädigt werden können. Besser geeignet sind Druckluftsprays aus Dosen. Damit können Sie die Anschlussbuchsen sauber blasen“, so Birmoser.

Für die Reinigung von Display und Geräterückseite empfiehlt sich ein weiches Mikrofasertuch. Mit vorsichtigen, kreisenden Bewegungen lassen sich schon viele Keime vom Handy entfernen. Bei stärkerer Verschmutzung hilft ein leicht angefeuchtetes Tuch. Ihr mobiles Endgerät keinesfalls nass reinigen, damit keine Feuchtigkeit eindringt. Es ist auch dringend davon abzuraten, Reinigungsmittel oder -sprays direkt auf das Smartphone oder Tablet zu geben. „Achten Sie bei der Verwendung von Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln immer darauf, dass diese für Handys geeignet sind, damit das Gerät keine Schäden davonträgt“, so die Expertin.