Heimtückisch und explosiv – Methan-Gas

Das explosive Methan entweicht an geöffneten Stellen von Güllegruben unbemerkt - Zündquellen vermeiden (Foto: SVLFG)

Methan (CH4) ist ein gefährliches Gas. Mit Sauerstoff reagiert es explosiv. Es ist farb- und geruchslos. Methan ist leichter als Luft. Geschlossene Gruben benötigen deshalb an zwei gegenüberliegenden Stellen Entlüftungsöffnungen, damit das Methan leicht entweichen kann.

In der Nähe dieser Öffnungen und überall da, wo Methan vorhanden sein kann, ist Funkenbildung (z.B. Arbeiten mit Winkelschleifer) und offenes Feuer (z.B. Zigarette) unbedingt zu vermeiden.

Gleiches gilt für Arbeiten in Bereichen von Biogasanlagen. Stimmt die Mischung zwischen dem gefährlichen Gas und Sauerstoff und ist eine Zündquelle gegeben, so kommt es zur explosiven Verpuffung. Die Sachschäden dabei sind meistens enorm.

Deshalb sollte man in Bereichen, in denen Methan vorkommen kann, ein Messgerät zu dessen Erkennung einsetzen und folgende fünf Regeln beachten:

– Geschlossene Räume immer gut durchlüften
– Durch konstruktive Maßnahmen vermeiden, dass Methan in geschlossene Räume gelangen kann
– Funkenbildung und offenes Feuer vermeiden
– Explosionsgefährdete Bereiche kennzeichnen
– Alle MitarbeiterInnen und Familienangehörigen über die Gas-Gefahren am Hof informieren und unterweisen