Auf Grund der Corona-Pandemie wurde der Auftakt der „Solibrot“-Aktion in diesem Jahr online gefeiert. Die KDFB-Diözesanvorsitzende Bärbel Benkenstein-Matschiner und die weiteren Teilnehmerinnen und Teilnahmen waren über die Bildschirme verbunden (Foto: KDFB)

„Solibrot“-Aktion offiziell gestartet

Über 20 Zweigvereine und Bäckereien beteiligen sich

Passau. Im Rahmen eines Online-Filmabends hat der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) die diesjährige „Solibrot“-Aktion in der Diözese Passau gestartet. Gemeinsam mit über 20 Zweigvereinen und Bäckereien engagiert sich der Diözesanverband damit zum wiederholten Mal für Frauen und Familien in den Ländern des globalen Südens.

„Trotz oder auch gerade wegen der Corona-Krise unterstützt der Diözesanverband die ‚Solibrot‘-Aktion auch in diesem Jahr – und das bereits zum siebten Mal“, sagte die Diözesanvorsitzende Bärbel Benkenstein-Matschiner in ihrem Video-Grußwort. Frauen und Familien in Ländern des globalen Südens seien besonders von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. Ihre Lebensumstände würden sich noch schwieriger als sonst gestalten. „Es ist wichtig, in Krisenzeiten weiter Solidarität zu zeigen und sich weltweit für Menschen stark zu machen, denen die aktuelle Situation besonders zusetzt“, so Benkenstein-Matschiner weiter. Zudem wies sie darauf hin, dass die „Solibrot“-Aktion Bestandteil der bundesweiten Fastenaktion des katholischen Hilfswerks Misereor ist. Weil sie in der Diözese Passau zugleich in die Aktion „Klimafasten“ eingebunden ist, wurden beide Aktionen mit dem Online-Filmabend gemeinsam eröffnet. Die Filmvorführung war zunächst als Präsenzveranstaltung mit anschließender Brotverkostung geplant, musste aber wegen der derzeitigen Beschränkungen ins Internet verlegt werden. Gezeigt wurde der Film „BROT – das Wunder, das wir täglich essen…“. Dieser Dokumentarfilm von Harald Friedl erzählt von der traditionellen Kunst des Brotbackens und von großen Konzernen, die mit modernster Technologie ihrem Industriebrot zu Aroma und Geschmack verhelfen. Vor allem aber zeigt er, wie sich die sozialen, gesundheitlichen und ökologischen Bedingungen im Brot verkörpern. Derart eingestimmt geht es nun in den kommenden Wochen darum, im übertragenen Sinne Brot zu teilen. Die „Solibrot“-Aktion funktioniert nach einem einfachen Prinzip. Während der Fastenzeit bieten auf Initiative von KDFB-Zweigvereinen zahlreiche Bäckereien ein so genanntes „Solibrot“ zum Kauf an. Dabei handelt es sich entweder um ein Brot nach neuem Rezept oder um ein Brot aus dem üblichen Sortiment, für das Kundinnen und Kunden einen zusätzlichen freiwilligen Beitrag in Höhe von 50 Cent pro Brot leisten. Zudem sind in den Bäckereien Spendenboxen aufgestellt. In „normalen“ Jahren starten auch die Zweigvereine selbst oft Brotbackaktionen. In Corona-Zeiten allerdings sind die Möglichkeiten begrenzt. „Wir wissen, dass viele Menschen die Aktion unterstützen möchten, auch wenn es bei ihnen in der Nähe kein ‚Solibrot‘ gibt. Sie können mit einer Spende auf das zentrale Konto helfen“, sagt Benkenstein-Matschiner. Das Spendenkonto: DE94 3706 0193 8070 6050 40 – Verwendungszweck: „SOLIBROT“ DV Passau private Spende

Spenden fließen in zwei Projekte

Die Spenden aus der Diözese Passau werden in diesem Jahr erstmals geteilt. Die eine Hälfte geht wie schon in den Vorjahren an das „Rescue Dada Centre“ in Nairobi. Dabei handelt es sich um eine Zufluchtsstätte für Straßenmädchen. Die zweite Hälfe der Spenden fließt in ein Projekt, das gegen den grausamen Brauch der weiblichen Genitalverstümmelung in Tansania, Äthiopien und Mali kämpft. Benkenstein-Matschiner hofft nun darauf, dass die „Solibrot“-Aktion viel Anklang finden und erfolgreich verlaufen wird. Auch ihr Ende wird in diesem Jahr auf besondere Weise begangen. Am 9. Juni 2021 ist ein Abschlussfest am Brotbackofen im Landhotel Kleblmühle in Grafenau geplant. Ab 16 Uhr soll es ein buntes Rahmenprogramm für Klein und Groß rund um Getreide und Brot geben. Die Spendenübergabe der Einnahmen aus den diözesanweiten „Solibrot“-Aktionen werden die Wartezeit auf „Knuspriges“ aus dem eigenen Holzbackofen verkürzen. 

Folgende Zweigvereine und Bäckereien beteiligen sich in der Diözese Passau (Stand 17. Februar 2021):

ZV Aicha vorm Wald mit der Bäckerei Markl, ZV Breitenberg, ZV Burghausen-Liebfrauen, ZV Burghausen-St. Konrad, ZV Egglham/Amsham mit der Bäckerei Josef Geisberger, ZV Emmerting mit der Bäckerei Metzger, ZV Grafenau mit der Bäckerei Ortinger, ZV Hauzenberg mit den Bäckereien Stemplinger Hansl, Pangerl, Ottmar Weidinger und Hartl, ZV Hengersberg mit der Bäckerei Anton Zacher und der Josef Einhellig Backhaus GmbH, ZV Hohenau mit der Bäckerei Grünzinger, dem Café Carpe Diem und dem Kaufhaus Koller, ZV Neukirchen bei Pfarrkirchen, ZV Neureichenau mit Edeka Pöschl, ZV Neuschönau mit der Bäckerei Albert Fenzl, ZV Niederalteich mit der Bäckerei Greipl, ZV Otterskirchen mit der Bäckerei Maier, ZV Pfarrkirchen mit der Bäckerei Josef Sedlmaier, ZV Sonnen mit der Bäckerei Christian Fesl, ZV Tann mit den Bäckereien Schmidhofer und Otto Kammergruber, ZV Waldkirchen mit den Bäckereien Pilger, Vogl und Kittl sowie dem Café Charivari, ZV Windorf mit der Bäckerei Amann sowie die Biobäckerei Wagner und die Landbäckerei Kerscher.