Frauenanteil an Habilitationen in Bayern 2020 auf 35 Prozent gestiegen

Insgesamt 351 Habilitationen, über die Hälfte in Humanmedizin

Im Jahr 2020 haben 351 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an bayerischen Hochschulen ihre Lehrbefähigung erteilt bekommen und können sich um eine Professur an Hochschulen bewerben. Wie das Bayerische Landesat für Statistik weiter mitteilt, lag die Zahl damit um 11 Habilitationen oder 3,2 Prozent über der des Vorjahres. Der Frauenanteil stieg um 4,4 Prozentpunkte auf 35,0 Prozent.

Der Bereich Humanmedizin war auch 2020 mit 197 Habilitationen (56,1 Prozent) Spitzenreiter. Mit deutlichem Abstand folgten 52 Habilitationen (14,8 Prozent) in MINT-Fächern (Mathematik, Ingenieur-, Naturwissenschaften und Technik). In den Fächergruppen Geisteswissenschaften und Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften wurden jeweils 47 Habilitationsverfahren (13,4 Prozent) erfolgreich abgeschlossen.

Von den im Jahr 2020 Habilitierten hatten 52 eine ausländische Staatsbürgerschaft (14,8 Prozent). Spitzenreiter war hier mit 21 erfolgreich abgeschlossenen Habilitationsverfahren ebenfalls die Humanmedizin. Danach folgten die MINT-Fächer mit 18 und die Geisteswissenschaften mit 9 Habilitationen.

Über 86 Prozent der Habilitationen wurden an fünf Universitäten abgelegt, und zwar anteilig 28,5 Prozent an der Universität München, ferner 20,5 Prozent an der Technischen Universität München, weitere 17,7 Prozent an der Universität Erlangen-Nürnberg und 10,5 Prozent an der Universität Würzburg sowie 9,1 Prozent an der Universität Regensburg.

Der überwiegende Teil der Neuhabilitierten 2020 (70,7 Prozent) war an einer Universität beschäftigt und im Durchschnitt 41,1 Jahre alt (Frauen: 41,5 Jahre; Männer: 40,5 Jahre).