Erneut massive Ausschreitungen und Gewalt gegen Polizeibeamte

Bayern. Während die Corona-Zahlen kontinuierlich sinken, steigt die Zahl der Menschen, die ins Freie und auf die Straßen drängen. Das sei absolut verständlich und nachvollziehbar, wie die Gewerkschaft der Polizei Bayern (GdP Bayern) in einer Presseerklärung festhält – dennoch komme es gerade da zunehmend zu Problemen für Polizistinnen und Polizisten.

Auch wenn es die letzten Wochen zunehmend zu Lockerungen gekommen ist, würden nach wie vor die Abstandsregeln, Maskenpflicht und auf freien Plätzen teilweise Alkoholverbot gelten. Diese Regeln, die zum Schutz von allen bestehen, wollen offenbar viele, vor allem junge Menschen, einfach nicht akzeptieren, so die GdP weiter. Sie würden absichtlich dagegen verstoßen und zeigten ein ignorantes und aggressives Verhalten. Die Einsatzkräfte würden teils mit Flaschen beworfen, massiv beleidigt und bedroht. Es werden Sachbeschädigungen begangen, und oftmals wird ein Bild der Verwüstung hinterlassen, wie bei den Vorfällen in Stuttgart, Hamburg, München, Regensburg oder Weiden.

Sind diese feiernden und randalierenden Menschen nicht in der Lage, verantwortungsvoll mit ihren wiedererlangten Freiheiten umzugehen? Dieser Eindruck drängt sich auf. Oder sind es einfach nur Alkoholkonsum, Übermut, gruppendynamische Prozesse oder die Naivität Einzelner?

Peter Pytlik, Landesvorsitzender Gewerkschaft der Polizei Bayern (GdP)

Die Gewerkschaft der Polizei Bayern appelliert deshalb nochmals an die Vernunft und die Verantwortung eines jeden Einzelnen, die bestehenden Corona-Regelungen zu beachten und Umsicht walten zu lassen.

Die GDP Bayern sagt somit eindeutig und unmissverständlich: „Distanzieren Sie sich mit uns zusammen von solchen Verhaltensweisen und unterstützen Sie damit uns als Polizei. Hinter jeder Uniform steckt ein Mensch! Das darf nie vergessen werden“, so der Landesvorsitzende.