Bevölkerung in Bayern nimmt – auch im Corona-Jahr – zu

Ein Bevölkerungsplus von rund 15 500 Personen im Jahr 2020

Am 31. Dezember 2020 lebten im Freistaat Bayern 13 140 183 Menschen und damit 15 446 mehr als Ende des Jahres 2019 (13 124 737 Personen). Das Bevölkerungswachstum im Jahr 2020 – welches in seiner Höhe in etwa der Einwohnerzahl der Stadt Füssen entspricht – fiel deutlich geringer aus als in den Vorjahren. In den Jahren 2016 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl Bayerns durchschnittlich pro Jahr um knapp 78 000 Personen, im Jahr 2019 betrug das Bevölkerungswachstum rund 48 000 Personen. Der vergleichsweise geringe Anstieg der Einwohnerzahlen Bayerns im Jahr 2020 ist vor allem auf einen Rückgang der Wanderungsbewegungen im Zuge der Corona-bedingten Reisewarnungen, Grenzschließungen sowie Einreisebeschränkungen zurückzuführen.

Bei den sogenannten natürlichen Bevölkerungsbewegungen war auch 2020 ein Überschuss der Sterbefälle gegenüber den Geburten zu verzeichnen. Der Saldo – also die Differenz aus Geburten und Sterbefällen – belief sich auf -14 603 Personen und ergibt sich aus 128 764 Lebendgeborenen und 143 367 Verstorbenen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Sterbefallüberschuss mehr als verdoppelt (2019: -6 086), was auf die deutlich höhere Zahl an Sterbefällen (2019: 134 313) zurückzuführen ist.

Auf Ebene der Regierungsbezirke verlief die Entwicklung der Einwohnerzahlen im Jahr 2020 größtenteils positiv. Im Laufe des Jahres 2020 nahm die Bevölkerung in Oberbayern (+8 851), Niederbayern (+2 894), der Oberpfalz (+165), Mittelfranken (+535) und Schwaben (+6 399) zu, wohingegen die Bevölkerungszahl in den anderen Regierungsbezirken rückläufig war.