Die Bergwacht Bayern ist heute die Bergrettungsorganisation in den bayerischen Alpen und den bayerischen Mittelgebirgen. Ins Leben gerufen wurde die Bergwacht im Jahr 1920 als „Pflanzen- und Sittenwacht“. Nach dem Ersten Weltkrieg sollten Wilderei, Hütteneinbrüche sowie Vieh- und Holzdiebstähle unterbunden und der Zerstörung der Tier- und Pflanzenwelt durch den zunehmenden alpinen Tourismus Einhalt geboten werden.

Auf dem 1.456 Meter hohen Großen Arber wachsen viele botanische Raritäten. Darunter auch einige Eiszeitreliktarten, wie Dreiblatt-Binse, Alpenflachbärlapp und Ungarischer Enzian. Mit seinen auffälligen, blau-violetten Blütenständen zählt der bis zu 50 cm groß werdende Ungarische Enzian zu den schönsten Pflanzen des Arbergipfels. Sie stellen daher beliebte Fotomotive für Besucher dar. Zwar lassen sich viele Exemplare direkt vom Rundwanderweg gut beobachten und fotografieren, dennoch tut hier das Wegegebot und eine intensive Besucherlenkung Not. Die Ablanderungen und Weidezaun werden von der Arber-Bergbahn umgesetzt und stets nachgebessert.

An ein paar weiteren Stellen haben nun die Bergwacht Zwiesel und der Naturpark Bayerischer Wald die Besucherlenkung ergänzt. Nach einer kurzen Erläuterung durch den Gebietsbetreuer für die Arberregion, Johannes Matt, legten die Mitglieder der Bergwacht mit vollem Tatendrang los. Vom Erfolg des Einsatzes wird man sich im nächsten Jahr überzeugen können. Dann werden wieder ein paar mehr Exemplare des Ungarischen Enzians am Großen Arber blühen können. Gemeinsam ließ man den Abend in der Schmugglerhütte in Bayerisch Eisenstein ausklingen und die Zusammenarbeit wird man künftig intensiv fortsetzen.

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