• Deutsche Telekom erhält Zuschlag für Netzausbau
  • Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich
  • Rund 260 Haushalte können ab Frühjahr 2019 schnellere Anschlüsse nutzen

Die Entscheidung ist gefallen: Die Deutsche Telekom hat die öffentliche Ausschreibung für den Internet-Ausbau in der Gemeinde Markt Perlesreut gewonnen. Rund 260 Haushalte können nach dem Netzausbau mit hoher Geschwindigkeit im Netz surfen. Das neue Netz wird dank neuer Technik so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Die Gemeinde Markt Perlesreut und die Telekom haben dazu jetzt einen Vertrag unterschrieben. Die Telekom wird im Rahmen des Ausbaus unter anderem über 18 Kilometer Glasfaserkabel und Mikrorohre verlegen und vier Multifunktionsgehäuse neu aufstellen und mit neuster Technik ausstatten.

„Wir danken der Gemeinde Markt Perlesreut für das entgegengebrachte Vertrauen und werden das Projekt zügig umsetzen“, sagt Ludger Brüggemann, Regionalmanager der Deutschen Telekom. „Wir freuen uns, dass wir mit unserem Konzept den Wünschen der Marktgemeinde Perlesreut am nächsten gekommen sind: Möglichst vielen Menschen einen möglichst schnellen Anschluss zu bieten. Wir werden beim Ausbau neueste Internet-Technik verwenden und Markt Perlesreut damit zukunftssicher machen.“

Die Telekom steigt nun in die Feinplanung für den Ausbau ein. Parallel wird eine Tiefbau-Firma ausgewählt, Material bestellt und Baugenehmigungen eingeholt. Sobald alle Leitungen verlegt und alle Verteiler aufgestellt sind, erfolgt die Anbindung ans Netz der Telekom. Anschließend können die Kunden die neuen Anschlüsse nutzen.

Schnell ins schnelle Netz: Das technische Ausbaukonzept

Um schnelle Anschlüsse für alle Haushalte im förderfähigen Erschließungsgebiet in der Stadt in kurzer Zeit und in hoher Qualität anbieten zu können, verlegt die Telekom Glasfaserkabel bis an die Verteilerkästen am Straßenrand. Die Verteilerkästen werden mit intelligenter Technik ausgestattet und zu sogenannten Multifunktionsgehäusen (MFG), zu „Minivermittlungsstellen“. Hightech findet sich hier auf engstem Raum. Das Herzstück ist der MSAN (Multi Service Acces Note). Er nimmt die Datenpakete aus dem Glasfaser entgegen und verteilt sie auf die Kupferkabel der Kundenanschlüsse und umgekehrt.

In den Ortsteilen Ellersdorf, Hatzerreut, Maresberg und Rentpoldenreuth werden Geschwindigkeiten bis zu 50 MBit/s nutzbar sein. Durch den Einsatz der Vectoring-Technik könnten diese Anschlüsse schon heute auf bis 100 MBit/s beschleunigt werden, allerdings lassen das die EU-Förderrichtlinie derzeit noch nicht zu.
Aufgrund der technischen Anforderungen und ihrer vereinzelten Lage in der Gemeinde wurde für die Haushalte in den Ortsteilen Bibereck, Empertsreut, Hangalzesberg, Nebling, Prombach und Unteranschiessing im Rahmen des Ausbaukonzepts eine Sonderlösung vereinbart. Hier endet das Glasfaserkabel nicht im MFG am Straßenrand, sondern hier wird die Glasfaser bis in die Häuser gezogen. Damit das möglich ist, müssen die Hauseigentümer eine Einverständniserklärung unterschreiben. Die Eigentümer werden von der Telekom direkt kontaktiert, sobald die Gemeinde die notwendigen Kontaktdaten weitergegeben hat.

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