Behandlung im Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität

Passau. Die Stadt Passau hat die Untersuchungen für einen Fußgänger- und Radfahrtunnel durch den Georgsberg wieder aufgenommen. In der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Mobilität am Dienstag, 20.10.2020 wurden dem Stadtrat die Entwurfsplanung, die aktualisierten Kosten und mögliche Förderungen vorgestellt. Danach soll der Ausschuss über das weitere Vorgehen beschließen.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „In den vergangenen Monaten wurde mit der detaillierten Untersuchung des Geh- und Radwegtunnels, mit der Fortschreibung der Kostenschätzung und mit der aktuellen Förderquote eine gute Grundlage geschaffen, um über das weitere Vorgehen zu diesem Vorhaben zu entscheiden. Nun kann Pro und Contra abgewogen und ein Beschluss herbeigeführt werden.“

Die Verwaltung schlägt dem Gremium vor, den Geh- und Radwegtunnel auf der vorgestellten Basis weiterzuverfolgen und entsprechende Haushaltsmittel zur Verfügung zu stellen. Zudem soll beschlossen werden, dass die Verwaltung die weiteren Planungsleistungen im Zuge eines VgV-Verfahrens ausschreibt und die entsprechenden Förderanträge stellt.
Die aktualisierten Untersuchungen haben eine technische Machbarkeit für den rd. 116 m langen Tunnel durch den Georgsberg ergeben. Das Nord- und Südportal soll den Planungen zufolge entsprechend an die Verkehrsführung der Hängebrücke bzw. des Bschüttgeländes angebunden werden. Die Gesamtkosten werden auf rd. 4,1 Mio. Euro geschätzt. Da die Maßnahme förderfähig ist, können 80 % der zuwendungsfähigen Kosten gefördert werden.

Im November 2019 wurde der Stadt Passau ein Bürgerantrag zum Geh- und Radwegtunnel durch den Georgsberg vorgelegt, worauf hin sich der damalige Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr mit der Angelegenheit befasst hat. Es folgte der Beschluss, dass die Stadt Passau die Planungen für den Tunnel samt den Maßnahmen im Umfeld der Hängebrücke wieder aufnimmt. Die Entwurfsplanung soll dabei die im Verkehrsentwicklungsplan erarbeiteten Vorschläge enthalten.

Die Stadtteile Hals und Grubweg – West sind derzeit für Fußgänger und Radfahrer nur ungenügend an das Stadtzentrum angebunden. Dies liegt vor allem an der Verkehrssituation im Bereich des Ilzdurchbruchs. Aktuell führt die Verbindung für Fußgänger und Radfahrer auf dem zu schmalen Geh- und Radweg durch den Georgsberg neben der viel befahrenen B 12. Im Zuge des neuen Verkehrsentwicklungsplans wurde ein Fußgänger- und Radfahrertunnel untersucht und bewertet.

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