Tourismus auf Touren. Der Kreis Passau bleibt als Urlaubs- und Reiseziel beliebt. Rund 4,16 Millionen Übernachtungen gab es im Landkreis im vergangenen Jahr. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG beruft sich hierbei auf neueste Zahlen des Statistischen Landesamts.

Stabile Umsätze müssten sich aber auch in den Portemonnaies der Beschäftigten wiederfinden, fordert die Gewerkschaft. „Denn die Mitarbeiter in Hotels, Restaurants und Biergärten sind es, die den regionalen Tourismus zu einer Wachstumsbranche machen“, sagt Kurt Haberl, Geschäftsführer der NGG Niederbayern. Es sei „höchste Zeit, dass sie ein größeres Stück vom Umsatz-Kuchen abbekommen“.

Die NGG verlangt in der bevorstehenden Tarifrunde im bayerischen Gastgewerbe ein Lohn-Plus von 100 Euro für alle Beschäftigten. Im Kreis Passau würden davon rund 6.470 Menschen profitieren. Außerdem sollen die Azubi-Vergütungen um 75 Euro steigen. „Ob als Koch, Hotelfachfrau oder Kellner – die Gastro-Beschäftigten machen einen harten Job. Und gleichzeitig sind sie den Besuchern im Kreis Passau freundliche Gastgeber“, betont Haberl.

„Das gesamte Tourismus-Land Bayern boomt“, sagt auch Freddy Adjan, Bayern-Chef der NGG und Verhandlungsführer für das Gastgewerbe. „Von der Pension im Alpenvorland, über das Münchner Luxushotel bis hin zur Eisdiele im Ort steht das bayerische Gastgewerbe auf soliden Beinen. Und die Branche wächst von Jahr zu Jahr“, so Adjan. Im vergangenen Jahr zählte der Freistaat gut 88 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste – das sind 3,4 Prozent mehr als 2014 und 18 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren.

Dieser Trend sei ganz wesentlich dem Einsatz der Beschäftigten zu verdanken, ist sich der Landesvorsitzende sicher. Für sie will sich die NGG nun am Tarif-Tisch ins Zeug legen. Für Adjan ist klar: „Wer spätabends noch einmal die Küche anwirft oder am Feiertag das Hotelzimmer sauber macht, der sorgt nicht nur für Zufriedenheit beim Gast. Er sorgt auch dafür, dass er wiederkommt.“

(Pressemitteilung, NGG-Region Niederbayern, 12.02.2016)

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