Wildt hatte „Verdacht auf illegale Müllentsorgung“ an das Landratsamt gemeldet

Neuhaus am Inn. Die Inntal-Gärtnerei, die ihren Betrieb in Rothof in Neuhaus am Inn um rund vier Hektar erweitert, muss aus der eigenen Erde Plastikmüll entfernen. Zuvor hatten Nachbarn den Vorsitzenden der
Landkreis-GRÜNEN, Dirk Wildt, auf eine mehrere 1.000 Quadratmeter große Fläche aufmerksam gemacht, die mit auffällig vielen kaputten Plastikblumentöpfen und Folien aus der Pflanzenproduktion
durchsetzt war. Wildt hat dem Landratsamt den „Verdacht auf illegale Müllentsorgung auf landwirtschaftlicher Fläche“ mitgeteilt und mit Fotos dokumentiert.

Das Landratsamt bestätigt nun in einer E-Mail den Sachverhalt:

Bei einer „Ortseinsicht … wurde festgestellt, dass oberflächlich Erdmaterial ausgebracht wurde, in dem Kunststoffteile enthalten sind. Es wurde vereinbart, dass diese Kunststoffteile zeitnah entfernt werden.“

Der GRÜNE Kreisvorsitzende hofft nun, dass die Gärtnerei ihren Plastikmüll nicht nur oberflächlich einsammelt, sondern auch aus dem nicht sichtbaren Teil des Erdreichs zurück holt.

An die Inntal-Gärtnerei gerichtet stellt Wildt die Frage nach deren Berufsethos: „Mir fehlt das Verständnis dafür, dass eine Gärtnerei viele verunreinigte Kubikmeter Erde auf dem Land ausbringt. Und ich frage mich, was ist das für ein Betrieb, der Plastikmüll seiner Gartenerde untermischt, statt ihn der Wertstoffsammlung zuzuführen.“

Die Arbeit des Landratsamts beurteilt der GRÜNE sowohl vorbildlich wie fraglich: „Das Amt hat schnell reagiert. Aber warum es sich nicht veranlasst sieht, den Betrieb hinsichtlich gesetzlicher Bestimmungen bei der Entsorgung von Müll und Wertstoffen näher überprüfen zu lassen, erschließt sich mir nicht.“

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